Tanzvereinigung Schweiz TVS
Header 1

Wissen

Filter

Stichwort

Aktuelle Studien zu Tanzinterventionen mit Kindern

Aktuelles aus der Forschung

Dieser Artikel beschäftigt sich mit bewegungs- und tanzorientierten Interventionen in zwei verschiedenen Schulsettings. Die erste Studie wurde in Deutschland an einer damaligen achten Hauptschulklasse mit SchülerInnen durchgeführt (Schaub-Moore 2017), welche ein hohes Risiko trugen, den Schulabschluss nicht zu bestehen bzw. die Schule vorzeitig abzubrechen. Die zweite Studie wurde von Sarnadinha, Pereira, Ferreira, Fernandes und Veiga (2018) mit Vorschulkindern in Portugal durchgeführt und untersuchte die Auswirkungen einer Psychomotorik- und einer Tanz- und Bewegungsintervention bei Kindern mit besonderem Förderbereich.

Die Studie von Dr. rer. soc. Iris Bräuninger steht auf Research Gate zum Dowonlad bereit. 

Emotionale Intelligenz im Tanz

Infoblatt 7

Emotional intelligente Tänzer und Tanzpädagogen können einschätzen, welche Handlung voraussichtlich welche Emotionen auslösen werden, um dann dieses Wissen in eine verantwortungsvolle Entscheidungsfindung einfliessen zu lassen.

Die Info-Blätter können für 10.00 Euro (3,50 Euro für Mitglieder) bei der ta.med - Gemeinnütziger Verein für Tanzmedizin bezogen werden. 

Tanz wirkt! Wirkt Tanz?

Rückblick auf der Forschungstag Tanztherapie 2019 der Gesellschaft für Tanzforschung GfT

Am 11. Mai fand der Forschungstag Tanztherapie 2019: "Tanz wirkt! Wirkt Tanz?" statt. Er wurde vom Berufsverband der TanztherapeutInnen Deutschlands (BTD) in Kooperation mit der Gesellschaft für Tanzforschung (gtf) und der Medical School Hamburg veranstaltet. Das Anliegen des Forschungstags Tanztherapie 2019 war es, den gegenwärtigen Stand der tanztherapeutischen Forschung in den Blick zu nehmen, die vielfältigen Formen der Forschung in der Tanztherapie sichtbarer zu machen und sich zu fragen: Wie, warum, für wen und vor welchem gesellschaftlichen Hintergrund forschen wir?

Auf der Webseite der Gesellschaft für Tanzforschung GfT finden Sie den gesamten Beitrag mit Berichten von TeilnehmerInnen über die Vortrage und Workshops

Impulse und Perspektiven für Tanzlehrerinnen und Tanzlehrer

Interview mit Frau Dr. Andrea Schärli, Leiterin MAS in Dance Science der Universität Bern

Über aktuelle Forschungsschwerpunkte und die vielseitigen Entwicklungsmöglichkeiten für TanzlehrerInnen

Seit 2015 leiten Sie den MAS in Dance Science der Universität Bern. Was hat sich in den vergangenen vier Jahren verändert?

Das Interesse an der Dance Science ist ungebrochen und sogar noch gewachsen. Wir haben vor vier Jahren mit einer Gruppe von über 20 Studierenden angefangen, die alle vor einem Jahr abgeschlossen haben. Auch bei der dritten Runde haben wir wieder über 20 Studierende. Es sind inzwischen immer mehr Studien zu unterschiedlichen Tanzstilen und vermehrt auch interdisziplinäre Arbeiten verfügbar, welche nebst der Medizin auch die Fachbereiche Psychologie, Bewegungs- und Trainingswissenschaft, Pädagogik und Biomechanik umfassen.

Unsere Studierenden widerspiegeln diesen Trend. Der tänzerische Hintergrund reicht von Breakdance, Orientalischem Tanz, zeitgenössischem Tanz, Jazztanz bis hin zu Musicaltanz. Auch liegt das Interesse nicht mehr ausschließlich im professionellen Bühnentanz, sondern auch in der Spezialisierung auf verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Gerade die gesundheitlichen Effekte von Tanz bei Seniorinnen und Senioren ist ein Thema, auf welches ich von Journalisten in letzter Zeit immer wieder angesprochen. Das scheint ein ‚hot topic‘ zu sein.

 

Tanzen wird immer noch gerne als Fitnesstraining eingestuft. Wie sehen Sie das?

Tanzen kann natürlich als Fitnesstraining dienen, je nach Tanzstil und Lehrer. Oft steht aber nicht das ‚Workout‘ im Vordergrund, sondern das Erlernen von komplexen Bewegungsabläufen, das Bewegen mit Musik, die Imagination oder die Interaktion mit dem Tanzpartner. Interessanterweise zeigen zum Beispiel viele Studien auf, dass gerade Balletttänzerinnen und -tänzer im Bereiche der aeroben Ausdauer nicht über eine gleich gute Fitness verfügen wie durchschnittlich aktive Menschen. Die Aussage, dass Tanz ein Fitnesstraining sei, ist also mit Vorsicht zu geniessen. Wenn ein vollumfängliches Fitnesstraining mit Ausdauer und Kraftrainingselementen erwünscht ist, dann ist Tanzen sicherlich nicht die erste Wahl.

 

In den Neurowissenschaften ist das Interesse am Tanzen stark gestiegen. Ist die Entdeckung der Spiegelneuronen dafür verantwortlich? Wie können wir uns diese Entwicklung erklären?

Tanz ist in der Tat für die Neurowissenschaften sehr interessant. Das rührt daher, dass Tänzerinnen und Tänzer sich unglaubliche lange Choreographien einprägen können und dass sie ein fast unendliches Bewegungsrepertoire aufweisen. Die Spiegelneuronen sind ein wichtiger Aspekt beim Erlernen dieser Bewegungsabfolgen.

Darüber hinaus zeigen neuere Studien deutlich auf, dass der Tanz als Aktivität sich von anderen Bewegungsformen, wie zum Beispiel  Joggen oder Fitnesstraining abhebt, gerade im Kampf gegen neuro-degenerative Erkrankungen wie Demenz. Beim Tanzen sind die exekutiven Funktionen (z.B. die Fähigkeit zum Dual Tasking) kontinuierlich angesprochen. Und es sind eben genau solche Aktivitäten mit komplexer Koordination in Verbindung mit kognitiven Herausforderungen, die unserem Gehirn und Körper optimal schulen, sowohl in der Kindheit als auch im Alter.

 

Welcher Forschungszweig kommt ihrer Meinung nach im Moment noch zu kurz? Wo wünschen Sie sich neue Forschungsschwerpunkte?

Es gibt immer noch wenige methodisch gut durchdachte Studien, die Effekte von Tanz auf die Gesundheit und das Wohlbefinden verschiedener Bevölkerungsgruppen untersuchen. Hier gibt es sicherlich noch Bedarf. Auch fände ich es schön, wenn der Bereich des motorischen Lernens vermehrt auf Tanz übertragen wird und mit tanzspezifischen Studien vorangetrieben wird.

 

Der MAS in Dance Science bietet ein breit abgestütztes Weiterbildungsprogramm welches weit über die motorischen und biomechanischen Aspekte der Bewegung zur Musik hinausgeht. Welches Ziel verfolgen Sie mit dieser Ausrichtung?    

Wir wollen vor allem Praktiker aus dem Feld des Tanzens mit theoretischen Konzepten zu verschiedenen Disziplinen wie Anatomie, Physiologie, Neurowissenschaften, Biomechanik, Bewegungs- und Trainingswissenschaft, Psychologie und Pädagogik ausrüsten, damit sie ihre Tätigkeit reflektieren können und neue Impulse erhalten. Wichtig ist uns auch, die Forschungsmethode und das Lesen und Verstehen von wissenschaftlichen Artikeln zu vermitteln, damit die Teilnehmenden in Zukunft ihre Inhalte und Methoden evidenzbasiert wählen können. Dies ermöglicht auch das Erstellen neuer Programme/Curricula, zum Beispiel Tanz für Seniorinnen in einem Altersheim. Zu diesem Thema bieten wir im Oktober und November übrigens zwei Workshops an.

 

Welche Möglichkeiten eröffnet eine fundierte Aus- und Weiterbildung den TanzlehrerInnen in der Schweiz?

Tanzlehrerinnen und Tanzlehrer erhalten die Möglichkeit, ihr Training evidenzbasiert und nach neusten wissenschaftlichen Standards auszurichten und sich so von anderen Anbietern abzuheben. Mit einer Weiterbildung zum Beispiel in der Dance Science können auch Ideen für neue Angebote entwickelt werden.

 

Bevor Sie in die Forschung eingestiegen sind, haben Sie sich unter anderem auch intensiv mit Tanzpädagogik auseinandergesetzt und waren selbst aktiv als Tanzlehrerin am Gymnasium tätig. Was sind ihre Erfahrungen?

Ja, das stimmt. Ich hatte auch in den Niederlanden unterrichtet und da war Tanz sogar ein Maturafach. Es sind immer noch meist die Mädchen, die freiwillig zum Tanzen kamen und die sich fürs Tanzen begeistern liessen. Eine Umfrage in UK zeigt, dass Tanzen die zweit beliebteste körperliche Aktivität nach Fussball ist. Da muss unbedingt angesetzt werden. Die Jugendlichen sollen mit tollen Angeboten im Tanzbereich zur Bewegung motiviert werden. Momentan unterrichte ich auch Tanz für die Sportwissenschafts-Studierenden und da ist es wunderbar zu sehen, dass grad auch die jungen Männer extreme Fortschritte erzielen und das Tanzen richtig zu schätzen lernen. Einer hat mal gesagt: „Schade habe ich nicht früher gemerkt wie cool Tanzen ist!“

 

Welche Rolle spielt das Tanzen für Sie im Bildungsprozess von Kindern und Jugendlichen?

Tanzen ist wichtig für die Bewegungsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Es wird in der Schweiz aber leider stark vernachlässigt. Im neuen Lehrplan ist es einerseits der Musik und andererseits dem Sport zugeteilt. Es sollte aber unbedingt ein eigenständiges Fach sein, was auch den Tanzlehrerinnen und Tanzlehrer zusätzliche Anerkennung geben würde. Die meisten Sport- und Musiklehrer können das Fach nur ansatzweise vertreten. Bei uns am ISPW gibt es Forschung zum Einfluss von physischer Aktivität/Sportunterricht auf die kognitive Leistung von Schülern (Gruppe von Prof. Dr. Mirko Schmidt). Dabei hat sich gezeigt, dass komplexe Bewegungsaufgaben zu höheren Leistungen in der Schule führen können. Tanz würde da also eine wichtige Rolle spielen, wenn es denn nur angeboten würde.

 

Welche Rolle spielt das Tanzen in der Gesundheitsprävention?

Bewegungen im Allgemeinen und Tanzen im Speziellen können viele Krankheiten und Probleme vorbeugen. Wie oben schon genannt, sind es eben komplexe Bewegungsaufgaben, welche für die Kognition und z.B. im Kampf gegen die Demenz entscheidend sein können. Hier sehe ich ein riesiges Potential, welches bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Es ist zu hoffen, dass wir mit Studien Fakten auf den Tisch legen können und dann Politiker und Vertreter von Krankenkassen überzeugen können, dass das Tanzunterricht eine sehr effektive Prävention und/oder Rehabilitation sein kann.

 

Was trägt das MAS-Programm zu dieser Entwicklung bei?

Wir versuchen mit Studien, die Vorzüge des Fachs Tanz aufzuzeigen und so dann vielleicht auch irgendwann die Politiker davon überzeugen zu können!

 

Zum aktuellen Weiterbildungsangebot der Unversität Bern

Cool facts, hot feet

Menschen tanzen aus Spaß, Erholung, sozialen Gründen und zunehmend auch für ihre Gesundheit. Es gibt etwas Einzigartiges am Tanz, wie er inspiriert und motiviert

Dieser Report legt den Fokus auf unterschiedliche Altersgruppen, Tanzstile, Settings und medizinische Bedingungen im Rahmen der Erforschung von Freizeittanz.

Der Schwerpunkt liegt auf Forschungsarbeiten und Evaluationsberichten, bei denen ein wissenschaftlicher Ansatz bei der Erhebung und Analyse von Daten verfolgt wurde. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz von randomisierten Kontrollstudien, validierten Messgeräten für körperliche Aktivität un der psychischen Gesundheit sowie statistische Standardverfahren. In der Übersicht werden auch Zeitschriftenartikel aufgeführt, bei denen die Forschungsmethodik nicht den aktuellen wissenschaftlichen Standards entspricht, aber wichtige Hinweise für die Auswahl von zukünftigen Forschungsschwerpunkten liefern können.

 

Hier können Sie den gesamten Bericht Dancing to health - a review of the evidence von People Dancing UK herunterladen. 

 

Tanz ist mehr als Therapie

Eine qualitative Analyse des therapeutischen Tanzunterrichts für Parkinson-Betroffene

Welche Vorteile und Grenzen hat der Tanzunterrricht für Parkison-Bertroffene und wie sollen die Lektionen gestaltet werden, damit die Teilnehmer einen möglichst grossen Nutzen davon tragen?

Nebst der Verbesserung der Motorik können gut strukturierte Tanzkurse auch die soziale Verbundheit erhöhen. Aus Sicht der Teilnehmer ist die sorgfälltige Planung und Anpassung der Kursinhalte an die Möglichkeiten und Bedürfnisse der Betroffenen ausschlaggend für die Qualität der Kurse. 

 

Diese Studie wird TVS-Mitgliedern auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt. 

Tanzen wirkt als wahres Gehirntraining und macht geistig fit

Eine Studie der Universität Bochum zur Gesundheit von Senioren

Tanzen hält fit und wirkt als wahres Gehirntraining, was schon länger bekannt ist. Aber wie effektiv hilft es beispielsweise älteren Menschen? Genau das haben jetzt Bochumer Forscher getestet – mit verblüffendem Ergebnis: Übten die betagten Probanden nur einmal pro Woche ein speziell für ältere Leute entwickeltes Tanzprogramm, verbesserte dies ihre geistige Fitness und steigerte ihre Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit.

Lesen Sie den gesamte Artikel im Wissenportal von Neuronalfit

 

Und hier noch ein visueller Beitrag auf Focus Online zur Inspiration: Tanzender Senior stielt Strassenmusiker die Show 

 

Tanzen sollte vom Hausarzt verschrieben werden

Eine Zusammenfassung der vielfältigen Nutzen des Tanzens

Tanzen ist eine ganzheitlichen Körperaktivität, bei der du ganz schön ins Schwitzen kommst. Deine Gesundheit wird es dir danken, wenn du regelmäßig tanzt, denn dieser Sport wirkt sich auf viele Bereiche deines Körpers aus:

Muskeln

Durch die Bewegung verbessert sich die Funktion deiner Muskelzellen. Deine Koordinationsfähigkeit wird gefördert. Verspannungen lösen sich und treten seltener auf. Zudem können deine Muskeln bei Belastung besser und schneller reagieren.

 

Stützapparat

Sehnen und Bänder werden durch die rhythmische Bewegung kräftiger durchblutet. So kannst du deine Gelenke besser schützen. Aber auch diese profitieren vom Tanzen. Deine Beweglichkeit wird erhalten und sogar verbessert.

 

Wirbelsäule

Tanzen ist eine Sportart, bei der es auf die richtige, aufrechte Haltung ankommt. Das erhöht die Beweglichkeit deiner Wirbelsäule. Du wirst feststellen, dass du dich allgemein aufrechter halten wirst. So beugst du Bandscheibenvorfällen vor.

 

Organe

Die Bewegung sorgt dafür, dass dein Herz leistungsfähiger wird. Deine Durchblutung verbessert sich. Die gesteigerte Sauerstoffversorgung sorgt für eine bessere Funktion deiner Lunge, verbrauchte Luft wird schneller ausgeschieden.

 

Immunsystem

Tanzen erhöht die Anzahl der Killerzellen deines Immunsystems. Damit kann dein Körper Infekte schneller abwehren: Du wirst nicht mehr so schnell krank werden.

 

Fettverbrennung

Durch das rasche Tempo einiger Tänze (Disco-Fox, Jive) verändern sich deine Enzyme. Es bilden sich viel mehr Enzyme, die Fett verbrennen. So wirst du auf Dauer eventuell vorhandenes Hüftgold los – und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass sich neuer „Speck“ ansammeln kann.

 

Gedächtnissteigerung

Dein Gehirn wird, wie bei jedem Ausdauertraining, besser durchblutet. So wirst du wach, leistungsfähig und kannst dir viel mehr merken. Im Laufe deines Lebens lässt normalerweise die Verknüpfung der Nervenzellen untereinander nach – das so genannte neuronale Netz wird abgebaut. Tanzen verbessert die Verknüpfung deiner Gehirnzellen untereinander. Die koordinierten und rhythmischen Bewegungen erhalten so dein Gehirn jung. Es ist sogar möglich, dass sich verkümmerte Bereiche des Gehirns wieder regenerieren. Nachgewiesen ist, dass Tanzen das Lernvermögen und das Gedächtnis verbessert.

 

Hormone

Durch die Bewegungen steigt die Serotoninproduktion. Das macht dich glücklich und kreativ. Darüber hinaus wird auch das Kreativitätshormon ACTH vermehrt produziert. Dadurch entspannt sich dein Körper, dein Geist aber wird hoch leistungsfähig. TänzerInnen sind überdies Menschen, die Probleme kreativer lösen als andere – sie sind es gewohnt, auch die rechte, kreative Gehirnhälfte mit einzusetzen.

 

Endorphine

Das Tanztempo sorgt dafür, dass nach einigen Übungsstunden Endorphine freigesetzt werden. Das sind körpereigene Stoffe, deren Wirkung mit Drogen vergleichbar ist. Allerdings sind sie viel harmloser. Sie sorgen „nur“ dafür, dass du dich entspannst, glücklich und zufrieden fühlst.

 

Unser Buchtipp zum Thema

 

Tanzmedizin, Anatomische Grundlagen und gesunde Bewegung, Josef Huwyler, Hogrefe, 2013

 

Dieses grundlegende Lehrbuch der Anatomie und Sportmedizin ist aus der jahrzehntelangen Arbeit des Autors mit Tänzern hervorgegangen. Es vermittelt Tanzpädagogen, professionellen Tänzern und Tanzschülern praktisch nutzbare Kenntnisse über ihren Körper, die direkten Bezug zu ihrer Arbeit haben. Der verständliche und ausführliche Text wird durch zahlreiche Abbildungen veranschaulicht.Das Buch dient auch dem Arzt als Leitfaden für seine Lehrtätigkeit an Ballettschulen. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis bietet die Möglichkeit zu weiteren Informationen.

Tanzen als Medizin: Mit Schwung gegen Altersbeschwerden

Portrait einer Tanzgruppe der besonderen Art

Gut für die Kondition, für Psyche und Gedächtnis: Tanzen kann, vor allem für ältere Menschen, mehr sein als nur ein Ausdruck von Lebensfreude.

Zum vollständigen Artikel der Deutschen Ärztezeitung

 

Weiterführende Informationen zur Tanzgruppe ArtRose

Tanzen ist der gesündeste Sport

Tanz stimuliert den Körper als Ganzes, aktiviert das Gehirn, macht Menschen glücklich und schafft sozialen Zusammenhalt.

Man kann es nicht oft genug sagen. Der Tanz hat positive Auswirkungen auf den Körper, das Gehirn, die Stimmung und das soziale Verhalten. Diese Aktivität, die Kinder zum aufblühen bringt, Paare bindet und Rentner verjüngt, ist für Männer vorteilhafter als jeder andere Sport, sagt die Neurobiologin Lucy Vincent in Make your brain dance!

Zum vollständigen Artikel in der fränzösischen Zeitschrift Le temps

Wenn Kinder tanzen

Ein spannender Beitrag über den Nutzen von Tanzen bei Kindern

Tanzen hat einen positive Einfluss auf die körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern. Die Fähigkeit zu tanzen ist bereits vorhanden, bevor Kinder sprechen können. Kinder bewegen sich auf eine angeborene Weise: Bewegung dient dazu, Gedanken oder Gefühle auszudrücken. Wenn ihre Bewegungen strukturiert und bewusst ausgeführt werden, wird es zum Tanz. Wenn du Kinder hast, fragst du dich vielleicht, wie du ihre unerschöpfliche Energie am besten kanalisieren kannst. Für Mädchen und Jungen jeden Alters ist der Tanz eine ausgezeichnete Alternative zum Teamsport.

Zum französischen Originalartikel auf Partenaire de danse

Takt für Takt gesünder

Tanzen macht glücklich, fit und ist ein gutes Mittel gegen Altersbeschwerden und Fettpölsterchen. Und alle können es lernen!

Wer tanzt, trainiert Körper, Geist und tut seiner Seele Gutes. Andrea Schärli, Dozentin und Fachleiterin Tanz des Instituts für Sportwissenschaft in Bern: «Tanzen ist eine der effektivsten und gesündesten Sportarten überhaupt. Verglichen mit beispielsweise Joggen, Radfahren oder Krafttraining hat Tanzen den Vorteil, dass es körperliche Aktivität mit kognitiven Herausforderungen und sozialen Komponenten vereint.»

Ingrid Peter (73) kreist geschmeidig ihre Hüfte zum Aufwärmlied «079» von Lo & Leduc. Dann kubanische Salsamusik. Schnelle Schritte, Drehungen und Hüpfen. Alles in roten Absatzschuhen. «Nach dieser Stunde bin ich pflotschnass. Ich tobe mich aus und tanke gleichzeitig neue Energie», sagt die Rentnerin aus Bolligen (BE). Jeden Mittwochabend besucht sie einen Salsakurs nur für Frauen in der Berner Tanzschule Muevete.

 

Hier können Sie den vollständigen Artikel im Drogistenstern downloaden

 

Das könnte Sie auch Interessieren: Senioren Tanz Bern - ein interdisziplinäres Projekt

Tanzstunden müsste es auf Rezept geben

Interview mit den Neurowissenschaftlern Julia F. Christensen und Dong-Seon Chang

Sich zu Rhythmen zu bewegen macht nicht nur Freude, sondern trägt immens zu unserer Gesundheit bei. Zwei Neurowissenschaftler erklären, warum man unbedingt öfter das Tanzbein schwingen sollte.

Lesen Sie den vollständigen Aritkel in der Frankfurter Allgemeine

 

Hier geht es direkt zum Beststeller von Julia F. Christensen und Dong-Seon Chang: Tanzen ist die beste Medizin - Warum es uns gesünder, klüger und glücklicher macht. Oder Sie lassen sich durch das Interview mit Julia F. Christensen insprieren 

 

Sophie tanzt. Und tanzt. Und tanzt.

Tanzen als Lebeneselexier

Eine Tanzstudentin sitzt nach schwerer Erkrankung im Rollstuhl. Doch aufzugeben kommt für Sophie Hauenherm nicht in Frage. Jetzt hat die 18-Jährige ihre Bachelorprüfung an der Palucca-Hochschule abgelegt.

Als sich die 18-jährige bei ihrer Abschlussprüfung verbeugt, muss sie dabei sitzen bleiben – im Rollstuhl. Das Publikum ist wie gebannt. Dem bewegenden Auftritt folgt ein Moment der Stille. Dann Standing Ovations.

 

Lesen Sie den vollständigen Arikel der Deutschen Ärztezeitung und im Spiegel Online

 

Das könnte Sie auch interessieren: Sophie Hauenherm im Kölner Treff auf WDR (Video)

Die Heilkraft des Grooves

Warum das Tanzen in vielen Kulturen der Welt tief verankert ist

Der Mensch ist ein Tänzer. Doch warum nur? Forscher beginnen, das rauschhafte Verhalten zu enträtseln. Experimente zeigen: Die rhythmische Bewegung zu Musik verführt und verbindet – und kann sogar Kranken heilen. Es ist ein Fest für den Körper, eine Ode an die Gemeinschaft und die Ästhetik, getanzter Sex und Leidenschaft pur.

Zum Originaltext auf Spiegel Online

Dank Tanz weniger Stürze

Eine Untersuchung durch Studenten der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Bewegung und Tanz können gerade bei Patienten mit eingeschränkter Mobilität das Sturzrisiko senken. Diese Annahme haben drei Studentinnen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW in der Praxis überprüft.

Lesen Sie den vollständigen Presseartikel im Freiämter

Bewegungs- und Tanzangebote für Senioren finden Sie auf sicherstehen.ch, einer Initiative von des BFU, Pro Senectute und Gesundheitsförderung Schweiz

Ich kann meinen Herzschlag spüren

Tanzen verbessert die Selbstwahrnehmung und erhöht die Präsenz im eigenen Körper

Interozeption ist der Prozess der Wahrnehmung von Signalen des Köpers, einschließlich Herzfrequenz (HR) und Magensignale und wird als ein Mechanismus beschrieben, der entscheidend an der Schaffung von Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein beteiligt ist.

Die Aufgabe der Herzschlagwahrnehmung ist ein Werkzeug zur Messung der interozeptiven Genauigkeit (IAcc) von Menschen. IAcc korreliert positiv mit Messungen des Selbstbewusstseins und mit Attributen wie emotionaler Sensibilität, Empathie, prosozialem Verhalten und effizienter Entscheidungsfindung. Die interozeptive Genauigkeit ist in der Allgemeinbevölkerung auf einem moderaten Niveau, und Versuche, Gruppen von Menschen zu identifizieren, die aufgrund ihrer spezifischen Ausbildung (z.B. Yoga, Meditation) einen höheren IAcc aufweisen könnten, waren nicht erfolgreich. Eine aktuelle Studie mit Musikern deutet jedoch darauf hin, dass die in der Kunst ausgebildeten Personen einen hohen IAcc-Wert aufweisen könnten. In dieser Studie wurde der IAcc an 20 professionellen Tänzern und 20 weiblichen Kontrollpersonen anhand der Herzschlagwahrnehmung getestet. Tänzer hatten einen höheren IAcc, und dieser Effekt war unabhängig von ihren niedrigeren Herzfrequenzen (ein Proxy-Mass für körperliche Fitness), ihrer Zählfähigkeit und ihrem Wissen über Herfreuquenzen. Eine zusätzliche Analyse zwischen den Gruppen nach einem Median-Split in der Tänzergruppe (basierend auf jahrelanger Tanzerfahrung) ergab, dass sich die IAcc-Werte der Juniortänzer von der Kontrollegruppe unterschied und die IAcc der Seniortänzer höher war als die der Juniortänzer und der Kontrolle. Die Dauer der Tanzerfahrung korreliert also positiv mit IAcc. Demgegenüber wurden keine Korrelationen zwischen IAcc und Fragebogen-Messungen von Empathie, emotionaler Erfahrung und Alexithymie gefunden. Diese Ergebnisse werden im Kontext aktueller Theorien des Abfangens und der Emotion diskutiert, die die Merkmale des Kunsttrainings hervorheben, die mit IAcc in Verbindung gebracht werden könnten.

 

Zur Studie von Julia F. Christensen (kostenlose Anmeldung auf Researchgate erforderlich)

Tanz der Neuronen

Wenn tanzen klüger macht

Tanze mit deinem Kortex. Welche Auswirkungen hat das Tanzen auf unsere Intelligenz und gibt es einen Unterschied zwischen professionellem Wettbewerbstanzen und freiem Improviationstanz?

Seit Jahrhunderten wird über den gesundheitlichen Nutzen des Tanzes in Fachbücher geschrieben, meist als körperliche Betätigung. In jüngster Zeit haben wir eine umfangreichere Forschungsbewegung über die gesundheitlichen Vorteile des Tanzes gesehen, wie z.B. den Abbau von Stress und die Erhöhung des Serotoninspiegels, mit einem Fokus auf das allgemeine Wohlbefinden des Einzelnen. Schließlich wurde ein weiterer, eher unerwarteter Nutzen untersucht, der die Leser dieses Beitrags begeistern dürfte: Tanzen macht uns oft intelligenter.

 

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf dem Blog von Tango Kiosk

Not all about sex?

Neuronale und bio-behaviorale Funktionen des menschlichen Tanzes

Tanzen bewegt und viele empfinden eine natürliche Freude beim Tanz. Diese Studie beschäftigt sich mit der Hypothese, dass Tanzen bemerkenswerte neurobiologische Effekte auf den Körper hat, welche weit über einen kurzfristigen Stimmungsanstieg und einen gesteigerten Sinn für Ästhetik hinausgehen.

Ein integrativer Überblick über die neurowissenschaftlichen Erkenntnisse und Ergebnisse aus der Verhaltensforschung schafft Klarheit bezüglich der Auswirkungen des Tanzes auf den Menschen, unabhängig des kulturellen Hintergrundes. Im ersten Teil wird die zentrale Bedeutung des Tanzes für das menschliche Leben auf dem Hintergrund der Archäologie, der vergleichenden Psychologie, der Entwicklungspsychologie und der interkulturellen Psychologie dargelegt. Im zweiten Teil werden die empirischen Evidenzen für sechs neuronale und bio-behaviorale Funktionen des Tanzes überprüft: (1) Aufmerksamkeitsfokus, (2) grundlegende emotionale Erfahrungen, (3) Bilder, (4) Kommunikation, (5) Selbstintimation und (6) sozialer Zusammenhalt.
Auf dieser Basis werden unterschiedlichen Sichtweisen über die Funktion des Tanzes für den Menschen diskutiert: (1) Tanz ist reines Vergnügen, (2) beim Tanzen geht es nur um Sex, (3) Tanzen dient ausschliesslich dem Stimmungsmanagement und erhöht das subjektive Wohlbefinden, und (4) Tanz ist nur Experten vorbehalten. Als junges Forschungsfeld sind die Beweise immer noch lückenhaft nicht vollständig schlüssig. Dieser Überblick zielt darauf ab, einen Schritt in Richtung einer Systematisierung eines neuen Forschungsfeldes zu machen: einer neuro- und bio-behavioralen Wissenschaft des Tanzes.

 

Dieser Artikel wird TVS-Mitgliedern auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt. 

Tanzen gegen Ticks

Die bewegende Geschichte eines Jungen mit Tourette-Syndrom

Wenn Dominik tanzt, ist er in seiner Welt. Kein Gedanke an Krankheit oder peinliche Auffälligkeiten. Dass er ein Tourette-Syndrom hat, wussten lange Zeit nur wenige. Jetzt hat seine Mutter ein bewegendes Buch darüber geschrieben, wie er mit Ballett die Tics überwunden hat.

Lesen Sie den vollständigen Artikel der Deutschen Ärztezeitung

Move your arm like a swan

Ein Programm für Parkinson-Betroffene: Dance for PD®

Die körperlichen Symptome der Parkinson-Krankheit können sich wie eine Falle anfühlen. Langsamkeit der Bewegung, Steifheit, Gleichgewichtsverlust und Zittern machen Aktivitäten des täglichen Lebens schwierig bis unmöglich, und die Menschen werden isoliert, ihr Körper eine unvorhersehbare, unempfindliche Last.

Dance for PD®, eine Zusammenarbeit zwischen der Brooklyn Parkinson Group und der weltberühmten Mark Morris Dance Group, arbeitet daran, diese Belastung zu verringern. Das Programm arbeitet mit professionellen Tänzer in Tanzstudios zusammen, welche mit Parkinson- Betroffenen Strategien zur Erhöhung ihrer Bewegungsspielraumes und zur Verbesserung des Gleichgewichts entwickeln, indem sie ihren Körper kreativ und ausdrucksstark einsetzen.

 

Artikel wird TVS-Mitglieder auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

Mehr Informationen und Tanzkurse für Parkinson-Betroffene finden sie auf Parkinson bewegt

Tanzen statt Psychopharmaka?

Eine interessante Übersicht aktueller wissenschaftlichen Studien

Was wäre, wenn regelmäßiges Tanzen, welcher Stil auch immer, eine wirksame Therapie gegen Depressionen wäre? Zu diesem Ergebnis kommen mehrere wissenschaftliche Studien.

Die Ergebnisse im Überblick bei Partenaire de danse

 

Weitere Informationen zur Tanz- und Bewegungstherapie von der Universitätsklinik Zürich

 

Unser Buchtipp zum Thema

 

Die Kunst und die Wissenschaft der Tanz- und Bewegungstherapie - Leben ist Tanz, Sharon Chaiklin, Hilda Wengrower, Oriold Bücher Verlag, 2017

 

Diese Übersetzung von The Art and Science of Dance/Movement Therapy: Life is Dance deckt eine große Bandbreite der Anwendung der Tanz- und Bewegungstherapie bei verschiedenen Gruppen ab und zeigt zugleich auf, wie und weshalb diese Therapieform so geeignet ist, Veränderungen zu bewirken. Das Buch ist eine einmalige Sammlung, in der jedes Kapitel sowohl theoretische als auch praktische Aspekte, darunter Fallstudien, bespricht. Einige Kapitel vermitteln ergänzende Informationen wie die über die Methoden zur Beobachtung von Bewegung, die Anwendung der Forschung zu kulturellen Unterschieden und des Bewusstseins für diese in der Praxis der nonverbalen Kommunikation. Aktuelle Literaturhinweise erleichtern es den Leserinnen und Lesern, sich in Fragen zu vertiefen, die sie interessieren. 

Tango für Parkinson-Betroffene: Ein vielsprechender Weg

Eine Initiative der Klinik Lengg

Mehrere internationale Studien konnten zeigen, dass sich Tango-Tanzen nachweislich positiv bei Morbus Parkinson auswirkt: insbesondere auf Gleichgewicht, Beweglichkeit, Wahrnehmung, Denkvermögen und das Ermüdungssyndrom (Fatigue). Davon inspiriert bot das Zürcher RehaZentrum Lengg der Klinik Lengg im Juni 2016 einen Tango-Schnupperkurs an.

Zum Kursangebot der Klinik Lengg

 

Weitere Informationen und aktuelles Kursangebot auf Parkinson bewegt

Rock 'n' Fit

Tanzen hält den Geist fit

Wer regelmässig tanzt, senkt das Risiko, an Demenz zu erkranken. Das zeigen Forschungen aus den USA. Nicht zuletzt deshalb boomen Seniorentanzanlässe.

Zum vollständigen Artikel in der Coop Zeitung

 

Hier finden Sie Seniorentanzgruppen in ihrer Nähe: Seniorentanz Schweiz

Tanzen macht die Seele frei

Ausbrechen aus dem Alltag – beim Tanzen fällt das Jugendlichen leicht

Musik geniesst in unserer Gesellschaft einen weitaus höheren Stellenwert als der Tanz. Zu Unrecht. Wenn Kinder tanzen, spüren sie Glück. Erwachsenen fällt es oft nicht leicht, einfach draufloszutanzen. Dabei lohnt es sich, sich ganz der Bewegung hinzugeben.

Lesen Sie den gesamten Ariktel im ElternMagazin Fritz+Fränzi

Tanzheimer

Senioren schwingen das Tanzbein

Tanzen soll im Alter unmöglich sein. Von wegen! Das dachten sich drei ZHAW-Studentinnen die sechs Tanzstunden für Senioren organisierten. Sogar Teilnehmer mit Rollator konnten am Programm mitmachen. Ein Erfahrungsbericht.

Mehr Informationen zum Tanzheimer-Projekt auf der Webseite der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW

 

Bei Pro Senectute finden Sie Tanzangebote in ihrer Nähe (wählen Sie zunächst ihren Kanton und klicken dann auf Freizeitaktivitäten)

Persönlichkeitsentwicklung durch Tanz

Pädagogische Postulate und ihre Bedeutung für die Unterrichtspraxis in Deutschland

Persönlichkeitsentwicklung durch Tanz gilt als schlüssiges Argument um Tanz an der Schule zu unterrichten. Doch welche Wirkung zeigt zeitgenössischer Tanz auf die Persönlichkeitsentwicklung bei Schülerinnen und Schüler? Was bedeutet es, zeitgenössischen Tanz zu unterrichten? Welche Aspekte einer möglichen Persönlichkeitsentwicklung werden durch den zeitgenössischen Tanz angesprochen? Und letztlich: Lassen sich Wirkungen von zeitgenössischem Tanz auf einer psychologischen Ebene nachvollziehen?

Generell zeigen die Schülerinnen und Schüler des Tanzprojektes neue Bewegungserfahrungen und freudvolle Erlebnisse im Umgang mit Körperlichkeit und Körperkontakt. Es wird während des Tanzens eine soziale Erfahrung angeboten. Eine damit einhergehende Beeinflussung der eigenen Selbstwirksamkeitserwartung kann empirisch teilweise nachvollzogen werden. Eine bewusste Auseinandersetzung mit Ausdruck und Kreativität wird angestrebt, lässt sich aber nicht mittelbar messen. Gerade der zeitgenössische Tanz hat die individuelle Förderung und die Entfaltung des kreativen Potentials jedes einzelnen Schülers und jeder Schülerin im Fokus und gibt damit Impulse zur Persönlichkeitsentwicklung. Dabei zeigen sich spezifische Erfahrungen, die gerade durch die Konfrontation mit Tanzen ausgelöst werden, wie „neue Bewegungserfahrungen zu machen“ oder die Erfahrung, sich selbst vor Publikum zu präsentieren. Vor allem aber werden die Schülerinnen und Schüler in ein Gesellschaftsgebiet eingeführt, das den Umgang mit Körperlichkeit spielerisch und frei von Leistungsgedanken vermitteln kann und das ist existentiell wichtig als Grundlage für Gesundheit und Glück.

Hier können Sie die vollständige Doktorarbeit von Isolde Cäcilia Reichel downloaden: Persönlichkeitsentwicklung durch Tanz 

 

Tanz und Gehirn: Eine Rezension

Wie tanzen die Plastizität des Gehirns beeinflussen kann

Tanz ist eine universelle Form des menschlichen Ausdrucks, die eine reiche Quelle für wissenschaftliche Studien bietet. Der Tanz bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Plastizität des Gehirns und seine Interaktion mit dem Verhalten zu untersuchen.

Mehrere Studien haben die Verhaltenskorrelate des Tanzes untersucht, aber über die Hirnbasis des Tanzes ist weniger bekannt. Studien zur Tanzbeobachtung deuten darauf hin, dass lang- und kurzfristiges Tanztraining die Gehirnaktivität in den Aktions- und Simulationsnetzwerken beeinflusst. Trotz methodischer Herausforderungen gibt es heute Ergebnisse zum Neuroimaging während des Tanzes und mehrere Gehirnregionen, welche beim Tanzen aktiv sind, wurden lokalisiert. Vorarbeiten aus unserem Labor deuten darauf hin, dass ein langfristiges Tanztraining sowohl die graue als auch die weisse Gehirnsubstanz verändert.
Die vorliegende Arbeit umfasst funktionelle Neurobildgebungsstudien zur Tanzbeobachtung und -performance sowie strukturelle Neurobildgebungsstudien von erfahrenen Tänzern. Um den laufenden Dialog zwischen Tanz und Wissenschaft zu fördern, werden zukünftige Richtungen der Tanz- und Gehirnforschung sowie deren Implikationen diskutiert. Die Erforschung der Neurowissenschaften des Tanzes wird zu einem besseren Verständnis der Gehirn-Verhaltensbeziehungen und der Plastizität des Gehirns bei Experten und Nicht-Experten führen und kann bei der Entwicklung tanzbasierter Therapieprogramme angewendet werden.

 

Zur vollständigen Studie: Annals of the New York Academy of Sciences

Tanzen fördert die Aufmerksamkeit

Wie das Tanzen unsere Wahrnehmung verändert

Daria Höhener, eine passionierte Tänzerin, erarbeitete im Rahmen ihrer Maturaarbeit am Gymnasium in Trogen ein Tanzprojekt und bestätigt mittels eines wissenschaftlich erprobten Konzentrationstest die These: „Tanzen fördert die Aufmerksamkeit bei Primarschülern, Kantonsschülern, jüngeren und älteren Erwachsenen“.

Verräterischer Hüftschwung

Wie jemand tanzt, sagt eine Menge über seine Persönlichkeit aus

Vom Stammestanz der Massai in Kenia bis zur Techno- Party im angesagten Berliner Club – getanzt wird in allen Kulturen. Die rhythmischen Bewegungen zur Musik machen nicht nur Spaß, sie erfüllen auch viele wichtige Aufgaben: Götter beschwören, Regen bringen, Gegner beeindrucken, Gemeinschaft und Kampfesgeist stärken. Die aus evolutionärer Sicht wohl wichtigste Funktion aber dürfte die Balz sein. Da unterscheiden die Menschen sich wenig von vielen Tierarten, die wunderbare Tänze aufführen, um potenzielle Partnerinnen zu beeindrucken oder Konkurrenten einzuschüchtern.

Tanzen ist Leben: Die Energie zum Tanzen ist unerschöpflich

Interview mit Gunter Kreuz , Musikkognitionsforscher an der Universität Oldenburg

Noch bevor die Menschen schreiben konnten, tanzten sie. Die Bewegung zur Musik verleiht Kraft und Selbstbewusstsein, sagt Gunter Kreutz von der Universität Oldenburg. Im Interview erklärt der Musikkognitionsforscher, warum Tanzen entspannt und wie es gegen Krankheiten hilft.

Lesen Sie das vollständige Interview mit dem Musikkognitionsforscher Gunter Kreuz auf Spiegel Online

Eine Stunde Tanz pro Woche hält Geist und Körper fit

Wie sich Aufmerksamkeit, Reaktion, Balance und Lebensstil in sechs Monaten verbessert

Tanzen hält fit, das konnten Forscher der Universität Bochum schon vor einiger Zeit nachweisen. Jetzt testeten sie eine spezielle für Senioren entwickeltes Tanzprogramm mit verblüffendem Ergebnis: Selbst zuvor inaktive Senioren konnten nach sechs Monaten Training nur einmal pro Woche für eine Stunde nicht zur ihre körperliche Fitness, sondern auch ihre Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit, erheblich steigern.

Lesen sie den gesamten Artikel aus dem Pressespiegel der Ruhr Universität Bochum. Zum englischen Originalartikel auf Frontiers in Aging Neuroscience

Tanzen macht Schule: Die Rolle des Tanzes im Bildungsprozess

Neue Horizonte im Bildungssystem

Diese Studie soll ermutigen den im schulischen Kontext üblichen methodischen Ansatz zu überprüfen, da er kognitive Prozesse überbetont und die für die Persönlichkeitsentwicklung äusserst wertvollen körperlich-spielerisch-kreativen Erfahrungen vernachlässigt.

Keine andere Aktivität hat einen vergleichbaren Einfluss auf Körper, Geist und Emotionen wie das Tanzen. Mehr denn jede andere Ausdrucksform, kann das Tanzen Kinder helfen ihren Körper zu bewohnen und ungenutzte Potentiale zu entfalten.

 

Hier können Sie die Studie Marzia Candela downloaden: The role of Dancing in the educational process

Der Rollstuhl tanzt mit

Portrait einer begeisterten Tanzlehrerin

Für ein paar Stunden den schwierigen Alltag vergessen und sich beim Tanzen körperlich und geistig fordern: Dieses Ziel verfolgt die St. Galler Tanzlehrerin Irene Gasser mit ihren Rollstuhl-Tanzkursen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel im Tagblatt

Weitere Informationen zu Kursangeboten von Rollstuhltanz und Myhandycap

Der Volkstanz als Prozess des Interkulturellen Lernens

Eine explorative Studie

Kann Tanzen einen Beitrag zum Erwerb von interkultureller Kompetenzen leisten und welche Bereiche umfasst er? Dieser Frage hat Tolga Candas Altinok seine Dissertation an der Deutschen Sporthochschule Köln gewindet.

Der einleitenden Frage geht die Annahme voraus, dass Tanzen ein geeignetes Medium ist, um die Kommunikationsfähigkeit zu fördern. Hier liegt ein entscheidender Unterschied zwischen Tanz und Sport: Sport betont vor allem den Gedanken des Wettkampfes, beim Tanzen steht hingegen der soziale Aspekt im Vordergrund. So kommen Studien zum Thema „interkulturelles Lernen“ zu folgender Stellungnahme: „Tanz ist ein Medium, das eine ganzheitliche Annäherung und Begegnung mit fremden Kulturen gestattet, da durch das Erleben und Aneignen der kulturspezifisch geprägten und kodifizierten Körperbewegungen und Tänze Begleitinformationen über die jeweilige Herkunftskultur und deren Gesellschaft vermittelt werden können.

 

Zur Dissertation von Tolga Candas Altinok, eingereicht am Institut für Europäische Sportentwicklung und Freizeitforschung in Köln.

 

Unser Buchtipp 

Konzepte der Tanzkultur - Wissen und Wege der Tanzforschung von Margrit Bischof und Claudia Rosine, erschienen im Transcript Verlag, 2010

Abstract: Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Wissensbereichen liefern in diesem Studienbuch profunde Standortbestimmungen zu den Themen der Tanzforschung und illustrieren ihre Position anhand von Beispielen. Ein Leitfaden zu den Konzepten der Tanzkultur, der neue Wege zum Wissen eröffnet.

Tanz, Selbstvertrauen, Alter und Geschlecht

Warum es sich lohnt, früh mit dem Tanzen zu beginnen

Tanzvertrauen ist ein Masstab für das domänespezifische Selbstwertgefühl, das die subjektive Wahrnehmung einer Person betreffend ihrer Tanzfähigkeiten beschreibt. Diese Studie beschäftigt sich damit, wie sich das Selbstvertrauen von TänzerInnen in Abhängigkeit von Geschlecht und Altersgruppe verändert.

Über 13’000 Menschen sahen sich ein Video an und füllten dann eine Online-Umfrage aus. Die Ergebnisse zeigen auf, dass das Tanzvertrauen zwischen den Geschlechtern und Altersgruppe variiert, so dass Frauen im Allgemeinen ein höheres Maß an Tanzvertrauen haben als Männer, und das Tanzvertrauen ändert sich an signifikanten Punkten im Entwicklungszyklus. Frauen verfügen in der frühen Adoleszenz über ein hohes Selbstvertrauen beim Tanz, fallen jedoch nach dem 16. Lebensjahr deutlich ab. Im späten Teenager-Alter steigt das Selbstvertrauen wieder kontinuierlich an, bevor es sich in der Mitte des Lebens einpendelt. Es gibt einen signifikanten Rückgang des Tanzvertrauens bei Frauen, wenn sie ihre späten 50er Jahre erreichen.

Bei Männern beginnen die Selbstvertrauenswerte beim Tanzen niedrig und steigen dann während der späten Teenagerjahre und Anfang der 20er stetig an, bevor sie Mitte der 30er Jahre wieder abflachen. Es gibt eine signifikante Zunahme des Tanzverständnisses bei Männern, wenn sie Mitte 60 sind. Die Ergebnisse und die Verbindung zwischen Social Dance und Selbstwertgefühl werden im Rahmen von zwei theoretischen Modellen des Selbstwertgefühls diskutiert, dem "Reflected Appraisal Model" und dem "Competencies Model".

 

Die englische Studie wird TVS-Mitglieder auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt.

Use it or lose it: Tanzen macht dich schlauer

Eine wissenschaftliche Studie über den Einfluss des Tanzens auf die kognitive Leistungsfähigkeit

Die Wirksamkeit von Tanzen auf den Punkt gebracht. Richard Powers fasst aus verschiedenen Studien Erkenntnisse über die aussergewöhnliche, positive Wirkung auf die kognitive Leistungsfähigkeit durch Tanzen zusammen. Er kennt sich damit aus! Richard Powers unterrichtet seit über 40 Jahren an der Stanford University’s Dance Division “historic and contemporary social dance”. Lesen Sie weiter oder gehen Sie tanzen!

Bis anhin wurde dem Tanzen vor allem positive Effekte bei der Steigerung des körperlichen Wohlbefindens und ein sozialer Nutzen zugeschrieben. Seit einiger Zeit belegen nun Studien, dass Tanzen auch einen wesentlichen Einfluss auf die mentale Leistungsfähigkeit des Menschen hat. Ein Vergleich mit anderen kognitiven und körperlichen Aktivitäten belegt, dass Tanzen nicht nur einen sehr hohen Einfluss auf die Bildung von neuen Nervenbahnen im Gehirn hat und sogar Demenz-Erkrankungen vorbeugen kann, sondern auch schon bei Kindern die mentale Leistungsfähigkeit erhöht. Der Schlüssel liegt darin, dass Tanzen mehrere Funktionen des Gehirns – namentlich kinästhetische, rationale, musikalische und emotionale – gleichzeitig aktiviert. Der Tanzstil ist nicht relevant. Vielmehr ist die die Art und Intensivität der individuellen Beteiligung, beim Entstehen der Bewegung und in der Begegnung mit dem Tanzpartner ausschlaggebend. Und – je öfter wir tanzen und je früher wir mit dem Tanzen beginnen, desto grösser der Nutzen!

 

Lesen Sie den gesamten Arikel von Richard Powers: Use It or Lose It: Dancing Makes You Smarter, Longer

 

Wer sich im Detail mit der Thema "Freizeitaktivitäten und das Risiko von Demenz bei älteren Menschen" auseinandersetzten will kommt hier zur Originalstudie im New England Journal of Medicine.

Shall we dance?

Eine Studie über die Wirkungen des Tanzens auf das Wohlbefinden

Die positive Wirkung musikalischer Erfahrungen für Gesundheit und Wohlbefinden wurden bereits in vielen Studien aufgezeigt. Die empirische Arbeit konzentrierte sich auf musikalische Aktivitäten wie Hören und Singen, wobei die möglichen Auswirkungen des Tanzes vernachlässigt wurden. In der vorliegenden Studie haben 475 nicht-professionelle erwachsene Tänzer an einer Online-Umfrage teilgenommen, die darauf abzielte, die Vorteile des Tanzes zu untersuchen.

Die quantitative und qualitative Analyse ergab, dass das Tanzen in mehrfacher Hinsicht einen potenziell positiven Einfluss auf das Wohlbefinden hat. Es wurden positive Effekte auf physischer, sozialer und spiritueller Ebene festgestellt. Insbesondere wurde ein erhöhtes Selbstwertgefühl und eine Verbesserung von Bewältigungsstrategien in Konfliktsituationen festgestellt. Diese explorative Studie bildet einen Ausgangspunkt für ein besseres Verständnis der Auswirkungen von Amateurtänzen auf das allgemeine Wohlbefinden und liefert überzeugende Argumente, warum das Tanzen in die Agenda der öffentlichen Gesundheitsförderung aufgenommen werden sollte.

 

Zur englischen Publikation im Arts & Health Magazin

Zum deutschen Originaltext in der Dissertation von Cyntia Quiroga Muricia (Schrift B)

Gesundheitliche Aspekte des Tanzens

Vom Gefühl zur systematischen Forschung

Tanzen wird seit jeher mit der Förderung von Heilungsprozessen und Gesundheitspflege verbunden, aber erst in den letzten Jahren ist das Interesse an der systematischen Erforschung des gesundheitlichen Nutzens markant angestiegen.

Der Beitrag des Tanzes zur Steigerung von Gesundheit und Wohlbefinden kann aus zwei Perspektiven betrachtet werden. Einerseits kann der Tanz als Freizeitbeschäftigung mit potenziell gesundheitsförderndem Nutzen angesehen werden. Andererseits wird der Tanz im klinischen Kontext als eine unterstützende Therapie bei einer Vielzahl von körperlichen und geistigen Problemen eingesetzt. Diese Publikation von Cynthia Quiroga Muricia untersucht die verfügbaren Evidenzgrundlagen für die Zuordnung von spezifischen gesundheitlichen Vorteilen zum Tanz.

Publikation bei Oxford Schoolarship unter dem Titel Dance and health – exploring interactions and implications. Die deutsche Fassung finden Sie in der Dissertation von Cynthia Quiroga Murcia (Schrift A).

 

Tango hat Einfluss auf Stress- und Sexualhormone

Hintergrundwissen zu einem im Jahr 2009 zum Weltkulturerbe erkorenen Tanzstils

Tango hebt nicht nur die Stimmung, sondern hat auch nachweislich Einfluss auf die Menge der Stress- und Sexualhormone im Körper. Das mit Stress assoziierte Hormon Cortisol nimmt beim Tango-Tanzen ab, dagegen schüttet der Körper beider Partner in erhöhtem Maß das Sexualhormon Testosteron aus.

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Fokus Online oder gehen Sie direkt zur Publikation von Cynthia Quiroga Murcia, MSc im Journal of Music and Medicine: Emotional and Neurohumoral Responses to Dancing Tango Argentino: The Effects of Music and Partner.

 

Das könnte Sie auch Interessieren: Tanzen - Subjektive und psychobiologische Wirkung, Dissertation von Cynthia Quiroga Murcia. 

Die psychobiologische Wirkung des Tanzens

Eine Studie zum Tango-Tanz

Welcher Einfluss haben Musik- und Partnerwahl auf den Hormonhaushalt des Körpers? Die vorliegende Studie untersucht die hormonellen Reaktionen des Körpers beim Tangotanz und die spezifischen Einflüsse von Musik- und Partnerwahl.

Die Auswertung der Daten von 22 Tänzern deuten darauf hin, dass Bewegung mit Musik und Partner positivere Auswirkungen hat auf emotionalen Zustand als Bewegung ohne Musik oder ohne Partner. Darüber hinaus wurden mit dem Vorhandensein von Musik Verringerungen der Cortisolkonzentrationen festgestellt, während Erhöhungen des Testosteronspiegels mit der Anwesenheit eines Partners verbunden waren. Die Studie belegt positive psychobiologische Reaktionen der TänzerInnen und trägt dazu bei, den unterschiedlichen Einfluss von Musik und Partnerwahl zu verstehen.

 

Zur englischen Publikation im Music and Medicine Journal oder zum deutschen Originaltext in der Doktorarbeit von Cynthia Quiroga Murcia (Schrift D)