Tanzvereinigung Schweiz TVS

 

Wichtige Informationen für Tanzschulen betreffend Corona-Virus

 

 

In Anbetracht des erneuten Anstiegs der Infektionszahlen ergreift der Bundesrat in seiner Sitzung vom 1. Juli 2020 Massnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus unter Kontrolle zu halten. Gleichzeitig wurde auch das wirtschaftliche Massnahmenpaket überarbeitet.

 

Verlängerung der Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus

Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz für Selbständigerwerbende bis zum 16. September 2020 verlängert

 

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 1. Juli 2020 beschlossen, den Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz für Selbstständigerwerbende bis zum 16. September 2020 zu verlängern. Demnach besteht für Selbstständigerwerbende, die ihren Betrieb schliessen mussten oder vom Veranstaltungsverbot betroffen sind, bis zum 16. September 2020 Anspruch auf die Entschädigung. Für indirekt betroffene Selbstständigerwerbende wird der Anspruch ebenfalls bis zu diesem Datum verlängert. Die Ausgleichskassen werden die Wiederaufnahme der Zahlungen veranlassen und die betroffenen Personen entsprechend informieren.

 

Weitere Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf der Seite des Bundesamt für Sozialversicherung BSV und bei der Informationsstelle AHV-IV.

 

Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte direkt an ihre Ausgleichskasse.

 

Kurzarbeitsentschädigung: Verlängerung der Bezugsdauer auf 18 Monate

 

Durch die Verlängerung dieser Höchstbezugsdauer auf achtzehn Monate per 1. September 2020 haben die betroffenen Unternehmen die Möglichkeit, für ihre Beschäftigten weiterhin von der Unterstützung der KAE zu profitieren.

 

Tanzschulen, TanzlehrerInnen und Tanzpädaogen, welche trotz Erwerbsersatz und Kurzarbeitsentschädigung in einen Liquiditätsengpass oder finanzielle Not geraten sind, beachten bitte folgende Massnahmen des Bundes:   

 

 

 

Die Frist für die Einreichung von Gesuchen bei Suisse Culture Social wurde verlängert. Für detaillierte Informationen besuchen Sie bitte die Seite von Danse Suisse.

 

 

Mietzinssenkung für die Zeit der Corona Zwangsschliessung

 

Der Bundesrat hat das Gesetz über den Miet- und den Pachtzins während Betriebsschliessungen und Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19 Geschäftsmietegesetz) bereits in die Vernehmlassung geschickt und als dringlich erklärt.

 

Weitere Massnahmen zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz

Rückerstattung der Kosten für Kurs-Abonnements

 

Grundsätzlich sind Sie als Anbieter von Tanzkursen in der aktuellen Situation dazu verpflichtet, die Kosten für bereits bezahlte Abonnementgebühren anteilsmässig zurückzuerstatten, sofern dies im Vertrag oder den AGB nicht anders vereinbart wurde. Dieser Anspruch auf Rückerstattung ist gemäss Gesetz nicht wandelbar, etwa in Form einer Nachholung des Kurses oder digitalen Workshops. 

Aus wirtschaftlichen Gründen empfehlen wir unserer Mitgliedern deshalb, das Gespräch mit ihren Kunden zu suchen und eine einvernehmliche Lösung anzustreben. Es gilt auch hier: Wenn alle ihren Beitrag leisten, werden die Folgen der Corona-Krise weit weniger drastisch sein und das vielseitige Angebot der Tanzschulen kann weiterhin bestehen. Unter dem nachfolgenden Link finden Sie wichtige Informationen zur Rechtslage.

 

Umsetzung des Schutzkonzepts

Um einen unkontrollierbaren Anstieg der Infektionszahlen zu vermeiden, muss bis auf weiteres ein Schutzkonzept vorhanden sein. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der Hygienevorschriften. Die Beschränkung der Gruppengrösse ist mit dem Entscheid des Bundesrates weggefallen. Ebenfalls gelockert wurde die Distanzvorschrift unter der Voraussetzung, dass die Nachverfolgung enger Personenkontakte (Contact Tracing) sichergestellt werden kann. Der Unterricht soll nach Möglichkeit in beständigen Gruppen stattfinden und Präsenzlisten müssen geführt werden.

 

Tanzschulen werden dazu aufgefordert, ihr individuelles Schutzkonzept den neuen Vorschriften anzupassen: 

 

Akutalisiertes Schutzkonzept für Tanz- und Ballettschulen vom 28. Mai 2020 

 

Informationen bezüglich 10m2-Regelung und der Distanzvorschriften 

Das BASPO hat am 3. Juni 2020 bestätigt, dass die Richtlinie zum Platzbedarf (10m2-Regelung) keine Verordnungsvorschrift ist. Sie ist jedoch in vielen Schutzkonzepten enthalten und gibt an, wie viele Personen sich auf der verfügbaren Fläche maximal aufhalten sollten. Die 10 Quadratmeter sind aus epidemiologischer Sicht sinnvoll und damit nach wie vor eine Richtgrösse.

 

Das Schutzkonzept, welches die TanzVereinigung Schweiz TVS zusammen mit Danse Suisse Ende April eingereicht hat, beinhaltet keine 10m2-Regelung und wurde vom BASPO genehmigt, wobei grossen Wert darauf gelegt wurde, die Einhaltung der bis zum 6. Juni 2020 geltenden Vorschriften zum Social Distancing zu gewährleisten.  

Diese Distanzregelung wurde mit der Revision der COVID-2-Verordnung vom 27. Mai 2020 unter der Voraussetzung, dass das Contact Tracing gewährleistet werden kann, relativiert. Der Bundesrat hält in seiner Medienmitteilung vom 27. Mai 2020 fest:

 

  • Der Trainingsbetrieb ist für alle Sportarten ab dem 6. Juni ohne Einschränkung der Gruppengrösse wieder erlaubt. Dies gilt auf für Sportaktivitäten, in denen es zu engem Köperkontakt kommt.
  • Können die Distanzregeln nicht eingehalten werden, muss die Nachverfolgung enger Personenkontakte (Contact Tracing) sichergestellt sein, etwa mit Präsenzlisten.
  • Bei Sport mit sehr engem Körperkontakt soll das Training in beständigen Gruppen stattfinden.

 

Unter dem nachfolgenden Link finden Sie die angepassten Rahmenvorgaben für den Sport von BASPO und Swiss Olympic: Neue Rahmenvorgaben für den Sport.

 

  

Wir sind stehts bemüht, die hier aufgeführten Informationen auf dem neusten Stand zu halten und bitte Sie, Fragen per Mail an info@tanzvereinigung-schweiz.ch zu richten, damit wir diese einheitlich für alle Tanz- und Ballettschulen klären können.

 

Ihr TVS-Team

 

 

Aktualisiert am 3. Juli 2020