COVID Finanzhilfe | 1. April 2021

Finanzhilfe für Selbständigerwerbende und Unternehmen unter Covid-19

 

Bundesrat passt Härtefallverordnung sowie Verordnung zum Erwerbsausfall an und baut Unterstützung im Kulturbereich aus



Härtefallregelung für Unternehmen


Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 31. März 2021 die Anpassungen des Covid-19-Gesetzes durch das Parlament im Rahmen der Frühlingssession vollzogen. Neu können auch Unternehmen, welche nach dem 1. März 2020 gegründet worden sind, Härtefallhillfe beantragen. Die A-fonds-perdu-Beiträge bleiben bei 20 Prozent des Jahresumsatzes. Da die staatliche Hilfe Verluste abfedern und nicht zu Unternehmensgewinnen respektive Überentschädigungen führen darf, müssen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 5 Millionen, die Härtefallhilfe an den Staat zurückzahlen, sofern ihr Gewinn im 2021 den erhaltenen Betrag an Hilfsgelder übersteigt.  

Medienmitteilung des Bundesrates vom 31. März 2021: Bundesrat passt Härtefallverordnung und Verordnung zum Erwerbsausfall an

Es obliegt nun den kantonalen Behörden, die Änderungen in die Praxis umzusetzen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Kantonalen Kontaktstellen.

Liste mit den Kontaktinformationen der Kantone.

 

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ich Anspruch auf Härtefallhilfe habe?


Das Unternehmen muss vor dem 1. Oktober 2020 gegründet worden sein und einen Mindestumsatz von 50'000 Franken im Jahr erwirtschaftet haben. Zudem muss alternativ eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

 

  • Umsatzausfall von mindestens 40 Prozent im Jahr 2020
  • Umsatzausfall von mindestens 40 Prozent in den letzten zwölf Monaten
  • Behördliche Anordnung zur Schliessung über mindestens 40 Tage seit dem 1. November 2020


Übersicht der Anspruchsvoraussetzungen, Berechnungen und Bedingungen des SECO

 

Die genauen Bedingungen, welche im Rahmen der 3. Zuteilungsrunde erfüllt sein müssen, werden von den Kantonen festgelegt.

 

Wo kann ich ein Gesuch für Härtefallhilfe einreichen?


Die konkrete Ausgestaltung der Härtefallhilfe liegt in der Verantwortung der Kantone. Sie prüfen auch die Gesuche im Einzelfall. Fragen zu Abwicklung eines Gesuchs sind an den Kanton, in welchem das Unternehmen am 1. Oktober 2020 seinen Sitz hatte, zu richten. Sie finden die kantonalen Kontaktdaten auf:

covid19.easygov.swiss

 


Corona-Entschädigung für Erwerbsausfall


Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 31. März 2021 die Verordnung zum Erwerbsausfall für Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung angepasst. Neu begründet bereits eine Umsatzeinbusse von 30 Prozent (anstelle von 40 Prozent) einen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.  Weiterhin sind die Voraussetzungen auch im Falle einer angeordenten Betriebsschliessung, eines Veranstaltungsverbots sowie bei angeordneter Quarantänemassnahme erfüllt.

E-Formularen der AHV-IV

Die neue Regelung tritt am 1. April 2021 in Kraft und ist befristet auf den 30. Juni 2021. Weitere Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Bundesamt für Sozialversicherung BSV
Informationsstelle AHV-IV

Beachten Sie, dass das Gesuch um Auszahlung der Corona Erwerbsersatzentschädigung in jedem Fall neu angemeldet und jeden Monat erneuert werden muss.


Kurzarbeitsentschädigung


Kurzarbeitsentschädigung für die MitarbeiterInnen Ihrer Tanzschule kann weiterhin geltend gemacht werden: Der Bundesrat hat am 20. Januar 2021 die im Dezember 2020 eingeführten Änderungen des Covid-19-Gesetzes umgesetzt und den bereits bestehenden Massnahmenkatalog im Bereich Kurzarbeit erweitert. Am 19. März 2021 hat der Bundesrat entschieden, das vereinfachte Verfahren für Kurzarbeitsentschädigung (KAE) sowie die Aufhebung der Karenzzeit bis am 30. Juni 2021 verlängert.

Medienmitteilung des Bundesrates vom 20. Januar 2021: Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen im Bereich Kurzarbeit werden erweitert

Medienmitteilung des Bundesrates vom 19. März 2021: Verlängerung von Massnahmen im Bereich der Kurzarbeit

 

Massnahmen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende

 

Kulturschaffenden erhalten rückwirkend Ausfallentschädigungen ab dem 1. November 2020. Ihre Einbussen werden somit ohne Unterbruch ab dem 20. März 2020 gedeckt. Diese Unterstützung wird zudem auf die Freischaffenden ausgedehnt. Die Voraussetzungen für die Gewährung von Nothilfe werden ebenfalls gelockert. 

Medienmitteilung des Bundesrates vom 31. März 2021: Verstärkte Unterstützung für den Kulturbereich

Medienmitteilung der Tasforce Culture vom 25. März 2021: Noch immer keine Perspektive für Kulturveranstaltungen


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an den Berufsverband der Schweizer Tanzschaffenden Danse Suisse: 

Danse Suisse: Massnahmen für Kulturunternehmen
Danse Suisse: Massnahmen für Kulturschaffende


Stabilisierungspaket für den Leistungs- und Breitensport


Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, hat am 1. Juli 2020 bekannt gegeben, wie das COVID-19-Stabilisierungspaket des Bundes für den Schweizer Leistungs- und Breitensport umgesetzt wird. Für die Tanzszene ist die Swiss DanceSport Federation (SDSF) für die Erarbeitung des Stabilisierungskonzeptes verantwortlich.

Wir hatten Erfolg und sind trotzdem gescheitert: Unsere Bemühungen, dass die Mitglieder der TanzVereinigung Schweiz TVS im Rahmen des COVID-19 Finanzhilfen für den Sport berücksichtigt werden sind ins Leere gelaufen. Alle eingereichten Unterstützungsgesuche für das Jahr 2020 wurden von der Swiss DanceSport Federation (SDSF) abgelehnt.

Wir arbeiten nun mit Nachdruck daran, dass die Antragsbedingungen für das Jahr 2021 klarer formuliert und ausgeweitet werden, damit die Bundesgelder tatsächlich zum Erhalt der Strukturen im Tanz und im Sinne des Sportförderungsgesetztes SpoFöG verwendet werden.

 

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