COVID Finanzhilfe | 14. Januar 2021

Finanzhilfe für Unternehmen wird weiter ausgeweitet

 

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 13. Januar 2021 entschieden, den Anspruch auf Härtefallhilfe auszuweiten. Es obliegt jedoch nach wie vor den Kantonen, das vorgesehene Hilfsprogramm umzusetzen



Härtefallregelung für Unternehmen


Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 13. Januar entschieden, die Bedingungen, welche ein Unternehmen erfüllen muss, um Härtefallhilfe zu erhalten, weiter zu lockern. Neu gelten Unternehmen, die seit dem 1. November 2020 insgesamt während mindestens 40 Kalendertagen behördlich geschlossen wurden, ohne Nachweis einer Umsatzeinbusse, als Härtefall. Für Tanzschulen, welche seit dem 22. Dezember 2020 vom Teil-Lockdown betroffen sind, ist die Voraussetzung per Ende Januar erfüllt. Unabhängig davon wird weiterhin auch ab einem Umsatzrückgang von 40 Prozent von einem Härtefall ausgegangen.

Zudem wurden, wie auch von der TanzVereinigung Schweiz TVS gefordert, die A-fonds-perdu-Beiträge erhöht und das Verfahren erleichert.

Für die Umsetzung und konkrete Ausgestaltung der Härtefallhilfe sind die Kantone zuständig. Gemäss der Mitteilung des Bundesrates, sollten im Februar alle Kantone bereit sein, Härtefallhilfegelder auszuzahlen.

 

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ich Anspruch auf Härtefallhilfe habe?


Das Unternehmen muss vor dem 1. März 2020 gegründet worden sein und einen Mindestumsatz von 50'000 Franken im Jahr erwirtschaftet haben. Zudem muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

 

- Umsatzausfall von mindestens 40 Prozent im Jahr 2020

- Umsatzausfall von mindestens 40 Prozent in den letzten zwölf Monaten

- Behördliche Anordnung zur Schliessung über mindestens 40 Tage seit dem 1. November 2020

 

Detaillierte Informationen zu den Anspruchsvoraussetzungen finden Sie in der nachfolgenden Broschüre: Grafik Anpassung Härtefallverordnung

 

Wo kann ich ein Gesucht für Härtefallhilfe einreichen?


Die konkrete Ausgestaltung der Härtefallhilfe liegt in der Verantwortung der Kantone. Sie prüfen auch die Gesuche im Einzelfall. Fragen zu Abwicklung eines Gesuchs sind an den Kanton, in welchem das Unternehmen am 1. Oktober 2020 seinen Sitz hatte, zu richten. Sie finden die kantonalen Kontaktdaten auf covid19.easygov.swiss. Die Verordnung des Bundes regelt, wie die Mittel des Bundes auf die Kantone verteilt werden und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit sich der Bund an den Kosten der kantonalen Härtefallregelungen beteiligt.


Wir empfehlen unseren Mitgliedern, welche von schwerwiegenden Umsatzeinbussen betroffen sind dringend, sich an ihre kantonale Verwaltung zu wenden.

Weitere Informationen


Corona-Enschädigung für Erwerbsausfall


Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 18. Dezember 2020 die Verordnung zum Erwerbsausfall für Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung angepasst. Neu begründet bereits eine Umsatzeinbusse von 40 Prozent (anstelle von 55 Prozent) einen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.  Weiterhin sind die Voraussetzungen auch im Falle einer angeordenten Betriebsschliessung, eines Veranstaltungsverbots sowie bei angeordneter Quarantänemassnahme erfüllt.

E-Formularen der AHV-IV

Die neue Regelung tritt am 19. Dezember in Kraft und ist befristet auf den 30. Juni 2021. Weitere Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Bundesamt für Sozialversicherung BSV
Informationsstelle AHV-IV

Beachten Sie, dass die  Auszahlung der Corona Erwerbsersatzentschädigung in jedem Fall neu angemeldet werden muss.


Kurzarbeitsentschädigung


Kurzarbeitsentschädigung für die Mitarbeiter Ihrer Tanzschule kann weiterhin geltend gemacht werden. Seit dem 18. Dezember 2020 wurde die Kurzarbeitsentschädigung im Rahmen von befristeten Arbeitsverträgen wieder aufgenommen. Bei der Kurzarbeit werden zudem geringe Löhne (unter CHF 3’470) neu zu 100% entschädigt, Löhne bis CHF 4’340 werden wenigstens mit dem Mindestlohn von CHF 3'470 kompensiert, höhere Löhne mit 80%. Schliesslich wurde das summarische Verfahren für den Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung bis am 31. März 2021 verlängert.

Weitere Informationen


Stabilisierungspaket für den Leistungs- und Breitensport


Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, hat am 1. Juli 2020 bekannt gegeben, wie das COVID-19-Stabilisierungspaket des Bundes für den Schweizer Leistungs- und Breitensport umgesetzt wird. Für die Tanzszene ist die Swiss DanceSport Federation (SDSF) für die Erarbeitung des Stabilisierungskonzeptes verantwortlich.

Wir hatten Erfolg und sind trotzdem gescheitert: Unsere Bemühungen, dass die Mitglieder der TanzVereinigung Schweiz TVS im Rahmen des COVID-19 Finanzhilfen für den Sport berücksichtigt werden sind ins Leere gelaufen. Alle eingereichten Unterstützungsgesuche für das Jahr 2020 wurden von der Swiss DanceSport Federation (SDSF) abgelehnt.

Wir arbeiten nun mit Nachdruck daran, dass die Antragsbedingungen für das Jahr 2021 klarer formuliert und ausgeweitet werden, damit die Bundesgelder tatsächlich zum Erhalt der Strukturen im Tanz und im Sinne des Sportförderungsgesetztes SpoFöG verwendet werden.

 

Ausfallentschädigung für kulturelle Veranstaltungen


Kulturunternehmen, Kulturschaffende und Kulturvereine welche aufgrund der COVID-19 Massnahmen eines wirtschaftlichen Schaden erlitten haben, informieren sich bitte direkt beim Verband der Schweizer Tanzschaffenden Danse Suisse.

Weitere Informationen

 

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