Nachhaltige Lösungen im Umgang mit Corona

 

TVS engagiert sich für den Erhalt der strukturellen Vielfalt in der Tanzszene und die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung

 

Medienmitteilungen

Medienmitteilung vom 10. Januar 2021: Tanzschulen wollen und können Verantwortung übernehmen
Medienmitteilung vom 19. Dezember 2020: Lockdown ist ein zweischneidiges Schwert für Tanzschulen
Medienmitteilungen vom 13. Dezember 2020: Sperrstunde bricht Tanzschulen das Genick

 

Lockerungen auch für Tanzschulen


Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel in die richtige Richtung setzen: Die Entscheidungen des Bundesrates vom 14. April 2021 zeigen, dass unser Engagement Früchte trägt. Zusammen mit den Initiativen anderer Organisationen aus dem Bereich Bewegungs- und Gesundheitsförderung, hat unsere Medienpräsenz sowie die kritischen Stellungnahmen und begründeten Forderungen gegenüber den Behörden ermöglicht, dass im Rahmen der Öffnungsstrategie des Bundes auch die sportlichen Aktivitäten berücksichtigt werden. Zudem haben wir erreicht, dass das Tanzen explizit erwähnt und geregelt wird, womit der Planungsunsicherheit Einhalt  geboten werden kann und das Tanzen auf politischer Ebene einen höheren Stellenwert beigemessen wird.

Mit leiser Zuversicht schauen wir in die Zukunft und freuen uns, dass Tanzschulen ihren Betrieb langsam aber stetig wieder aufnehmen können.


Tanzen ist gesundheitsrelevant


Im Oktober 2020 haben wir mittels Positionspapier auf die Notwendigkeit gesundheitswirksamer Aktivitäten während der Pandemie aufmerksam gemacht. Erfreulicherweise engagieren sich heute einige Verbände im Bereich der Gesundheits- und Bewegungsberufe für die verantwortungsvolle Öffnung ab März 2021. Mit dem Brief an den Bundesrat und das BAG vom 9. Februar 2021 appellieren wir erneut an die Behörden, die Dringlichkeit unserer Forderung nach «geschützten Bewegungs- und Begegnungsräumen» anzuerkennen, und zwar sowohl in wirtschaftlicher als auch gesundheitspolitischer Hinsicht.

Die Swiss National COVID-19 Science Taskforce stellt in ihrem Bericht vom 20. Januar 2021 eine deutliche Zunahme von stressbedingten psychischen Symptomen in der Bevölkerung fest. Stress, welcher sich auch auf die körperliche Gesundheit und das Immunsystem auswirkt. Sowohl die Science Taskforce des Bundes als auch die Universität Basel betonen die Wichtigkeit von körperlicher Bewegung und sozialen Kontakten zum Erhalt der Gesundheit.

Swiss National COVID-19 Science Taskforce: Psychischen Folgen der COVID-19-Pandemie in der Schweiz
Universität Basel: Swiss Corona Stress Study


Tanzschulen übernehmen Verantwortung


Die Einhaltung der Schutzkonzepte hatte bei allen Mitgliedern der TVS seit Beginn der Pandemie absolute Priorität. Viele Tanzschulen haben vor der Anordnung durch die Behörden auf freiwilliger Basis eine Maskenpflicht eingeführt und somit Verantwortung auf gesellschaftspolitischer und zwischenmenschlicher Ebene übernommen.

Es ist wichtig zu betonen, dass Tanzschulen unter Einhaltung von angemessenen Schutzmassnahmen, nicht zu den Orten eines erhöhten Übertragungsrisikos des Corona-Virus gehören. Dies ist insbesondere den TanzlehrerInnen und Tanzpädagogen zu verdanken, welche die Einhaltung der Vorschriften gewährleisten. Zudem geht in den hitzigen politischen Debatten schnell vergessen, dass das Immunsystem ein wichtiger Akteur im Kampf gegen das Coronavirus darstellt und Tanzen das Abwehrsystem auf mehreren Ebenen stärkt.

Positionspapier zum Erhalt von geschützten Bewegungs- und Begegnungsräumen im Tanz unter COVID-19

Wir wollen die Tanzszene Schweiz in ihrer kulturellen und sportlichen Vielfalt erhalten und gleichzeitig unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.

Über 9300 Personen haben die Petition: JA zu Tanz und Gesundheit unter COVID-19 unterschrieben und damit nicht nur das Vertrauen ihre Tanzschule bekundet, sondern auch die Bedeutung von gesundheitswirksamen Aktivitäten während der Corona-Krise unterstrichen. Die Petition wurde Anfang April 2021 an die Bundeskanzlei in Bern übergeben. Herzlichen Dank an Alle, welche die Petition mit ihrer Unterschrift und der Verbreitung unseres Anliegens, tatkräftig unterstützt haben.


Finanzhilfe des Bundes: Stabilisierungspaket Sport verfehlt sein Ziel

Im Rahmen des COVID-19-Stabilisierungspaketes hat der Bund 95 Millionen Franken in Form von À-fonds-perdu-Beiträgen zum Erhalt der Strukturen des Schweizer Leistungs- und Breitensport für das Jahr 2020 vorgesehen. Für den Tanzsport wurden 845'905 Franken gesprochen.  

Aufgrund von Unklarheiten in der Abwicklung und Behandlung der Unterstützungsgesuche haben die Mitglieder der TanzVereinigung Schweiz TVS viel zu spät von ihrer Antragsberechtigung erfahren. Die eingereichten Gesuche wurden im September 2020 durch die von Swiss Olympic mit der Verteilung der Gelder betrauten Organisation Swiss DanceSport Federation SDSF abgewiesen.

Swiss Olympic ist vom Bund mit der Förderung von Aktivitäten und Massnahmen betraut, welche nebst dem Streben nach Höchstleistungen und sportlichen Erfolg auf internationaler Ebene, gemäss Art. 1 SpoFöG folgende Ziele beinhaltet:

  • Steigerung der Sport- und Bewegungsaktivitäten der Schweizerischen Bevölkerung (lit. a)
  • Erhöhung des Stellenwerts des Sports und der Bewegung in Erziehung und Bildung sowie (lit. b)
  • Förderung von Verhaltensweisen, mit denen die positiven Werte des Sports in der Gesellschaft verankert werden können (lit. d)

Mit dem übergeordneten Ziel, den Sport in der Gesellschaft als Beitrag zur Lebensqualität und Gesundheit zu verankern sowie die Motivation der Bevölkerung zu einer regelmässigen sportlichen Betätigung zu steigern (Art. 1.2 Ziff.2 Statuen von Swiss Olympic), setzen wir uns mit Nachdruck für die Berücksichtigung unserer Mitglieder im Rahmen der nächsten Antragsrunde ein.


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