Tanzvereinigung Schweiz TVS

 

Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE)

 

Wer kann die Kurzarbeitsentschädigung geltend machen?

Tanzschulen als Arbeitgeber

Tanzschulen können für ihre Arbeitnehmer gestützt auf Art. 32 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 51 Abs. 1 AVIV eine Kurzarbeitsentschädigung (KAE) geltend machen, da die Tanzschulen zu den Freizeit- und Unterhaltungsbetrieben im Sinne von Art 6 Abs. 2 der COVID-19-Verordnung 2 zählen, welche per sofort auf behördliche Massnahme geschlossen wurden.

 

Mit KAE werden Arbeitsausfälle entschädigt, die auf behördliche Massnahmen (z. B.
Abriegelung von Städten) oder andere nicht vom Arbeitgeber zu vertretende Umstände
zurückzuführen sind. Dies unter der Voraussetzung, dass die betroffenen Arbeitgeber die Arbeitsausfälle nicht durch geeignete, wirtschaftlich tragbare Massnahmen vermeiden oder keinen Dritten für den Schaden haftbar machen können.

 

Als zusätzliche wichtige Voraussetzung für den Anspruch auf KAE gilt, dass das
Arbeitsverhältnis nicht gekündigt sein darf. Wer einen Anspruch auf KAE erheben will, sollte unbedingt von voreiligen Kündigungen absehen, da der Sinn und Zweck der
Kurzarbeitsentschädigung unter anderem im Erhalt von Arbeitsplätzen besteht.

 

Neu kann die Kurzarbeitsentschädigung unter anderem auch für Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen, Lehrlinge sowie für arbeitgeberähnlichen Angestellte (z.B. Gesellschafter einer GmbH) geltende gemachte werden. Die bereits gesenkte Karenzfrist (Wartefirst für Kurzarbeitsentschädigung wurde aufgehoben. 

 

Welche Anforderungen werden an Betriebe gestellt, welche Kurzarbeitsentschädigung geltend machen wollen?

Die Höhe des Arbeitsausfalls der einzelnen Mitarbeiter muss nachvollziehbar sein. Das heisst, es muss eine betriebliche Arbeitskontrolle geführt werden, welche täglich über die geleisteten Arbeitsstunden Auskunft gibt.

 

Was muss ich als TanzschulinhaberIn zudem beachten?

Der Arbeitgeber ist gemäss Art. 6 COVID-19 Verordnung nicht mehr dazu verpflichtet, die Löhne an ihre Arbeitnehmer vorzuschiessen. Ebenfalls entfällt die Bestätigung, dass der Arbeitgeber die Verpflichtung zur Fortzahlung der Sozialversicherungsbeiträge übernimmt. 

 

Wie mache ich die Kurzarbeitsentschädigung geltend?

In erster Linie muss eine Voranmeldung erfolgen. Unseres Wissens kann ein Anspruch nicht rückwirkend geltend gemacht werden, sondern gilt erst ab dem Tag der Voranmeldung. Die bisher geltende Karenzfrist (Wartefrist) wurde aufgehoben.   

 

Der Entschädigungsanspruch ist nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode raschmöglichst mit den erforderlichen Abrechnungsunterlagen bei der gewählten Arbeitslosenkasse geltend zu machen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Ziffer 13 der Broschüre des SECO.

 

Die Broschüre des SECO „Informationen für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zurKurzarbeitsenschädigung“ enthält weitere detaillierte Informationen zum Anspruch und eine Wegleitung zum Ausfüllen der Formulare.

 

Broschüre Kurzarbeitsentschädigung SECO

 

Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, haben wir Ihnen alle benötigten Formulare nachfolgend zum Download bereitgestellt.

 

Die Anmeldung der Kurzarbeit erfolgt mit folgenden Fomularen:

 

Voranmeldung von Kurzarbeit

Zustimmung zur Kurzarbeit

 

Für die monatliche Geltendmachung der Ansprüche benötigen Sie die folgenden Formulare:

 

Antrag Kurzarbeitsentschädigung 

Abrechnung Kurzarbeitentschädigung März

Rapport März

 

Die TanzVereinigung Schweiz informiert nach bestem Wissen über die aktuelle rechtliche Lage. Eine Garantie für die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigungen kann im Einzelfall jedoch nicht abgegeben werden. Die Geltendmachung obliegt vollumgänglich der Verantwortung der Mitglieder.

 

Weitere Informationen zu diesen Massnahmen erhalten Sie von ihrer kantonalen Arbeitslosenkasse und auf der Website des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO):  

 

 

Aktualisiert am 21. März 2020