Schutzmassnahmen | 18. Oktober 2020

 

 

Schutz von Lehrpersonen und SchülerInnen im Tanzunterricht

 

Tanzschulen sind weiterhin verpflichtet, die Einhaltung ihrer Schutzkonzepte im Rahmen des Tanzunterrichts zu gewährleisten.

 

Der Bundesrat hat an einer ausserordentlichen Sitzung vom 18. Oktober 2020, erneut schweizweit gültige Massnahmen gegen den starken Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus ergriffen. Die Kantone können diese Vorschriften ergänzen, jedoch nicht auflockern.

 

Ab dem 19. Oktober 2020 gilt für Personen ab dem 12. Lebensjahr in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen Maskenpflicht. In Tanzschulen müssen ab diesem Datum folglich in Pausenräumen, Garderoben sowie Sanitäranlagen Masken getragen werden. Von der Maskenpflicht ausgenommen sind die Trainingsräumlichkeiten, sofern die Rahmenvorgaben für den Sport eingehalten werden können. 

 

 

Kantonale Vorschriften

 

Unter Einhaltung der Rahmenvorgaben für den Sport (Hygieneregeln, Distanzvorschriften, Präsenzlisten, Sympofreiheit der TeilnehmerInnen) besteht im Trainingsbereich, das heisst für die Dauer von Tanzkursen und Unterricht, keine Maskenpflicht.

 

Bitte beachten Sie, dass für Veranstaltungen (Partys, Tanzabende usw.) besondere Vorschriften gelten. Die Schutzkonzepte für den Tanzunterricht genügen in der Regel nicht.

 

Da die Massnahmen mit Blick auf die epidemiologischen Entwicklung von den kantonalen Behörden regelmässig neu beurteilt und angepasst werden, sind Tanzschulen gehalten, die Entwicklung in ihrem Kanton aufmerksam zu verfolgen. Auf der offiziellen Seite der Bundes finden sie alle Kontakte und Informationen der einzelnen Kantone zum Thema Coronavirus.

 

Beachten Sie auch die besonderen Bestimmungen der Kantonsärtzlichen Dienste. Auf der Webseite der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte finde Sie alle Adresse in der Übersicht.

 

 

Umsetzung des Schutzkonzepts

 

Zum Schutzkonzept gehört insbesondere die Einhaltung der Hygienevorschriften. Die Beschränkung der Gruppengrösse ist mit dem Entscheid des Bundesrates weggefallen. Ebenfalls gelockert wurde die Distanzvorschrift unter der Voraussetzung, dass die Nachverfolgung enger Personenkontakte (Contact Tracing) sichergestellt werden kann. Der Unterricht soll nach Möglichkeit in beständigen Gruppen stattfinden und Präsenzlisten müssen geführt werden.

 

Überprüfen Sie Ihr individuelles Schutzkonzept regelmässig und passen Sie es den veränderten Bedingungen an. Im Mitgliederbereich steht neu die Word-Vorlage des branchenspezifischen Schutzkonzeptes zum Download bereit.

 

 

Informationen bezüglich 10m2-Regelung und der Distanzvorschriften 

 

Das BASPO hat am 3. Juni 2020 bestätigt, dass die Richtlinie zum Platzbedarf (10m2-Regelung) keine Verordnungsvorschrift ist. Sie ist jedoch in vielen Schutzkonzepten enthalten und gibt an, wie viele Personen sich auf der verfügbaren Fläche maximal aufhalten sollten. Die 10 Quadratmeter sind aus epidemiologischer Sicht sinnvoll und damit nach wie vor eine Richtgrösse.

 

Das Schutzkonzept, welches die TanzVereinigung Schweiz TVS zusammen mit Danse Suisse Ende April eingereicht hat, beinhaltet keine 10m2-Regelung und wurde vom BASPO genehmigt, wobei grossen Wert darauf gelegt wurde, die Einhaltung der bis zum 6. Juni 2020 geltenden Vorschriften zum Social Distancing zu gewährleisten.  

Diese Distanzregelung wurde mit der Revision der COVID-2-Verordnung vom 27. Mai 2020 unter der Voraussetzung, dass das Contact Tracing gewährleistet werden kann, relativiert. Der Bundesrat hält in seiner Medienmitteilung vom 27. Mai 2020 fest:

 

  • Der Trainingsbetrieb ist für alle Sportarten ab dem 6. Juni ohne Einschränkung der Gruppengrösse wieder erlaubt. Dies gilt auf für Sportaktivitäten, in denen es zu engem Köperkontakt kommt.
  • Können die Distanzregeln nicht eingehalten werden, muss die Nachverfolgung enger Personenkontakte (Contact Tracing) sichergestellt sein, etwa mit Präsenzlisten.
  • Bei Sport mit sehr engem Körperkontakt soll das Training in beständigen Gruppen stattfinden.

 

Unter dem nachfolgenden Link finden Sie die angepassten Rahmenvorgaben für den Sport von BASPO und Swiss Olympic: Neue Rahmenvorgaben für den Sport.

 

 

Frequently Asked Questions

 

Wie schütze ich mich und meine SchülerInnen?

 

Die Inkubationszeit des Coronavirus beträgt zwischen fünf und zehn Tagen. Während dieser Zeit kann das Virus aber bereits übertragen und unbemerkt in eine Tanzschule getragen werden.

Falls jemand das Virus in sich trägt, aber keine offensichtlichen Symptome (Halsschmerzen, Niessen, Husten usw.) zeigt, ist das Ansteckungsrisiko jedoch als eher gering einzustufen, sofern der Face-to-Face Kontakt vermieden wird. Da eine Ansteckung über Aerosole aber nicht ausgeschlossen werden kann, ist regelmässiges Lüften der Kurs- und Trainingsräulichkeiten abolute Pflicht.

 

 

Sind Personen welche am Tanzunterricht teilnehmen besonders gefährdet?

 

Gemäss der Statistik des Bundes ist der Hauptübertragungsort des Coronavirus das familiäre Umfeld, das heisst zwischen Personen mit anhaltendem engem Kontakt. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass mit der Erhöhung der Intensität des Trainings (hohe Atemfrequenz) bei regelmässigem Face-to-Face Kontakt der Teilnehmer, auch das Ansteckungsrisiko steigt. Das mit Abstand grösste Ansteckungsrisiko bringt jedoch Husten und Niessen. Personen mit solchen Symptomen sollen unbedingt dem Training fern bleiben, um andere Kursteilnehmer zu schützen.  

 

Wie kann ich Quarantänemassnahmen für mich und meine SchülerInnen vorbeugen?

 

Grundsätzlich gilt, dass unter Personen, deren Distanz weniger als 1.5m beträgt und während mehr als 15-Minuten ohne geeignete Schutzmassnahmen (z.B. Trennwand oder beide Personen tragen Atemschutzmasken) Kontakt zueinander haben, ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Gemäss der Rückmeldung von Mitglieder-Tanzschulen, schützt die Einhaltung der 1.5m-Regelung jedoch nicht im jedem Fall vor Quarantäne. Es obliegt dem jeweiligen Kantonsärztlichen Dienst, die Situation im Einzelfall zu beurteilen.    

 

Was muss ich tun, wenn ich erfahre, dass ein(e) SchülerIn oder eine Lehrperson meiner Schule an COVID-19 erkrankt ist?

 

Sie müssen von sich aus nichts unternehmen. Die Betroffnen erhalten die Anweisungen im Einzelfall direkt von der zuständigen kantonalen Behörde.

Weitere Informationen zum Verhalten bei Kontakt mit einer infizierten Person finden Sie auf der Webseite des BAG: Neues Coronavirus - Vorgehen bei Symptomen und möglicher Ansteckung

 

Was passiert, wenn jemand bei mir an der Tanzschule trainiert hat und kurz darauf positiv auf COVID-19 getestet wird?

 

Personen, welche positiv auf COVID-19 getestet werden, müssen eine Liste mit Kontaktpersonen der vergangenen Tage erstellen. Falls diese Person an einem Tanzkurs in ihrer Schule teilgenommen hat, werden Sie von der zuständigen kantonalen Behörde kontaktiert und aufgefordert, die Namen der betroffenen KursteilneherInnen zu übermitteln.

Es obliegt dem jeweiligen Kantonsärztlichen Dienst zu entscheiden, wie weit der Kreis von Personen gezogen wird, welche unter Quarantäne gestellt werden.  

 

Welche Konsequenzen hat es, wenn ich meiner Schule trotz Schutzmassahmen ein COVID-19 Fall auftritt?

 

Die Konsequenzen sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In den meisten Fällen, wird für die betroffenen SchülerInnen und Lehrpersonen vorsorglich Quarantäne verordnet. Ihre Schule kann aber geöffnet bleiben. Beachten Sie auch die Informationen zum Erwerbsersatz für Personen, welche sich auf behördliche Anordnung in Quarantäne begeben müssen. 

 

Kommt bald die Maskenpflicht an Tanzschulen?

 

Die Schutzmassnahmen in der Öffentlichkeit sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich und werden vom Kantonsärztlichen Dienst in Abhängigkeit zur Höhe der regionalen Infektionszahlen erlassen. Die aktuelle Stossrichtung der Behörden ist auf die Sicherstellung des Contact Tracings ausgerichtet und Tanzschulbetriebe können dieses durch die Führung von Präsenzlisten gewährleisten. Solange an dieser Strategie festgehalten wird, ist nicht davon auszugehen, dass die Maskenpflicht für Tanzschulen eingeführt wird.

 

Schützen Masken zuverlässig vor einer Infektion mit dem Coronavirus in Tanzkursen?

 

Masken bieten sicherlich Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Jedoch kommt es auch auf die Qualität der Masken und auf das Verhalten des Trägers an. Gleichzeitig darf das Tragen von Masken nicht dazu führen, dass andere Hygieneregeln (Waschen von Händen, Desinfektion von Geräten, regelmässige Reinigung von sanitären Anlagen usw.) vernachlässigt werden. 

Wenn Sie das Tragen von Masken an Ihrer Tanzschule in Betracht ziehen, bedenken Sie, dass Schutzmasken die Atemfunktion beträchtlich einschränken. Um das Wohlbefinden der KursteilnehmerInnen zu gewährleisten, muss unbedingt die Intensität des Trainings angepasst werden.  

 

Bitte beachten Sie, dass wir die hier publizierten Informationen nach besten Wissen und Gewissen zusammentragen und keine Haftung für deren Aktualität und Vollständigkeit übernehmen können. Bei Unsicherheit wenden Sie sich bitte direkt an den für Sie zuständigen Kantonsärztlichen Dienst

 

 

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