Schutzmassnahmen | 11. Dezember 2020

Schutz von Lehrpersonen und SchülerInnen im Tanzunterricht

 

Tanzschulen sind verpflichtet, die Einhaltung ihrer Schutzkonzepte im Rahmen des Tanzunterrichts zu gewährleisten

 

Der Bundesrat hat der Sitzung vom 11. Dezember 2020 erneut schweizweit gültige Massnahmen gegen den starken Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus ergriffen. Falls von den Kantonen nicht anders geregelt, gelten für Tanzschulen folgende Vorschriften:

Ab Samstag, 12.12.2020 bis zum 22.01.2021 gilt für Sportaktivitäten generell die Beschränkung der Gruppengrösse auf fünf Personen. Zwischen 19.00 Uhr und 06.00 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen darf kein Präsenzunterricht stattfinden. Sollten zusätzliche strengere kantonale Bestimmungen bestehen, sind diese ebenfalls zu beachten. Kantonen mit einer günstigen epidemiologischen Entwicklung ist es jedoch erlaubt, die Sperrstunde bis auf 23 Uhr auszuweiten. Weiterhin gilt schweizweit die Maskenpflicht an Tanzschulen sowie das Kontaktsportverbot und wie bis anhin muss eine Distanz von 1.5 m zwischen den KursteilnehmerInnen eingehalten werden.

Für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr gelten nach wie vor keine Beschränkungen der Gruppengrösse, wobei die Sperrstunde auch hier eingehalten werden muss.

Regelung der Gruppengrösse

Die Regelung der Gruppengrösse gilt pro Sportanlage. Das Trainieren mit mehreren Gruppen zu 5 Personen im gleichen Raum, wie es im Frühling vorgesehen war, ist gemäss schriftlicher Mittelung des BASPO nicht erlaubt.

Ausnahme vom Kontaktsportverbot

Paartanz gehört zu den Kontaktsportarten und ist damit grundsätzlich verboten. Das Bundesamt für Sport BASPO hat uns jedoch am 2. November 2020 schriftlich bestätigt, dass Paare, welche im gleichen Haushalt leben, von dieser Regelung ausgenommen sind.


Kantonale Vorschriften

Die Kantone können die vorgängig aufgeführten Vorschriften verschärfen, jedoch nicht auflockern. Der Massnahmenkatalog wird von den kantonalen Behörden mit Blick auf die epidemiologischen Entwicklung regelmässig neu beurteilt und angepasst.

Tanzschulen sind deshalb gehalten, die Entwicklung in ihrem Kanton aufmerksam zu verfolgen. Unter dem nachfolgenden Link sind alle Webseiten der Kantone mit Informationen zu den aktuellen Massnahmen im Sport aufgeführt:

Kantonale Vorgaben für den Sportbetrieb    

Auf der Webseite der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren finden Sie zusätzliche Informationen zum Thema Coronavirus.


Umsetzung des Schutzkonzepts

Zum Schutzkonzept gehört die Einhaltung der Maskentragpflicht, die Beschränkung der Gruppengrosse sowie die Distanz- und Hygienevorschriften. Es müssen weiterhin Präsenzlisten zur Sicherstellung des Contact Tracing geführt werden.

Überprüfen Sie Ihr individuelles Schutzkonzept regelmässig und passen Sie es den veränderten Bedingungen an. Im Mitgliederbereich steht neu die Word-Vorlage des branchenspezifischen Schutzkonzeptes zum Download bereit.

 

Frequently Asked Questions

 

Wie schütze ich mich und meine SchülerInnen?

 

Die Inkubationszeit des Coronavirus beträgt zwischen fünf und zehn Tagen. Während dieser Zeit kann das Virus aber bereits übertragen und unbemerkt in eine Tanzschule getragen werden.

Falls jemand das Virus in sich trägt, aber keine offensichtlichen Symptome (Halsschmerzen, Niessen, Husten usw.) zeigt, ist das Ansteckungsrisiko jedoch als eher gering einzustufen, sofern der Face-to-Face Kontakt vermieden wird. Da eine Ansteckung über Aerosole aber nicht ausgeschlossen werden kann, ist regelmässiges Lüften der Kurs- und Trainingsräulichkeiten abolute Pflicht.

 

 

Sind Personen welche am Tanzunterricht teilnehmen besonders gefährdet?

 

Gemäss der Statistik des Bundes ist der Hauptübertragungsort des Coronavirus das familiäre Umfeld, das heisst zwischen Personen mit anhaltendem engem Kontakt. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass mit der Erhöhung der Intensität des Trainings (hohe Atemfrequenz) bei regelmässigem Face-to-Face Kontakt der Teilnehmer, auch das Ansteckungsrisiko steigt. Das mit Abstand grösste Ansteckungsrisiko bringt jedoch Husten und Niessen. Personen mit solchen Symptomen sollen unbedingt dem Training fern bleiben, um andere Kursteilnehmer zu schützen.  

 

 

Wie kann ich Quarantänemassnahmen für mich und meine SchülerInnen vorbeugen?

 

Grundsätzlich gilt, dass unter Personen, deren Distanz weniger als 1.5m beträgt und während mehr als 15-Minuten ohne geeignete Schutzmassnahmen (z.B. Trennwand oder beide Personen tragen Atemschutzmasken) Kontakt zueinander haben, ein erhöhtes Infektionsrisiko und damit ein Grund für die Anordnung von Quarantäne besteht.

 

Mit der Einführung der Maskentragpflicht im Tanzunterricht ist das Infektionsrisiko grundsätzlich nicht mehr gegeben. Es obliegt jedoch dem jeweiligen Kantonsärztlichen Dienst, die Situation im Einzelfall zu beurteilen und Massnahmen anzuordnen.   

 

 

Was muss ich tun, wenn ich erfahre, dass ein(e) SchülerIn oder eine Lehrperson meiner Schule an COVID-19 erkrankt ist?

 

Sie müssen von sich aus nichts unternehmen. Die Betroffnen erhalten die Anweisungen im Einzelfall direkt von der zuständigen kantonalen Behörde.

Weitere Informationen zum Verhalten bei Kontakt mit einer infizierten Person finden Sie auf der Webseite des BAG: Neues Coronavirus - Vorgehen bei Symptomen und möglicher Ansteckung

 

 

Was passiert, wenn jemand bei mir an der Tanzschule trainiert hat und kurz darauf positiv auf COVID-19 getestet wird?

 

Personen, welche positiv auf COVID-19 getestet werden, müssen eine Liste mit Kontaktpersonen der vergangenen Tage erstellen. Falls diese Person an einem Tanzkurs in ihrer Schule teilgenommen hat, werden Sie von der zuständigen kantonalen Behörde kontaktiert und aufgefordert, die Namen der betroffenen KursteilneherInnen zu übermitteln.

Es obliegt dem jeweiligen Kantonsärztlichen Dienst zu entscheiden, wie weit der Kreis von Personen gezogen wird, welche unter Quarantäne gestellt werden.  

 

 

Welche Konsequenzen hat es, wenn ich meiner Schule trotz Schutzmassahmen ein COVID-19 Fall auftritt?

 

Die Konsequenzen sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich. In den meisten Fällen, wird für die betroffenen SchülerInnen und Lehrpersonen vorsorglich Quarantäne verordnet. Ihre Schule kann aber geöffnet bleiben. Beachten Sie auch die Informationen zum Erwerbsersatz für Personen, welche sich auf behördliche Anordnung in Quarantäne begeben müssen. 

 

 

Schützen Masken zuverlässig vor einer Infektion mit dem Coronavirus in Tanzkursen?

 

Masken bieten sicherlich Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Jedoch kommt es auch auf die Qualität der Masken und auf das Verhalten des Trägers an. Gleichzeitig darf das Tragen von Masken nicht dazu führen, dass andere Hygieneregeln (Waschen von Händen, Desinfektion von Geräten, regelmässige Reinigung von sanitären Anlagen usw.) vernachlässigt werden. 

 

Bedenken Sie, dass Schutzmasken die Atemfunktion beeinträchtigen können. Um das Wohlbefinden der KursteilnehmerInnen zu gewährleisten, muss unbedingt die Intensität des Trainings angepasst werden.  

 

 

Wie merke ich, dass eine Schülerin oder ein Schüler durch das Tragen der Maske während dem Training zu wenig Sauerstoff erhält?

 

Folgende Symptome deuten auf eine zu geringe Sauerstoffkonzentration im Blut hin:

 

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Kurzatmigkeit
  • Ermüdung
  • Schwindel
  • Störung des Sehvermögens
  • Schmerzen in der Brust
  • Zittern
  • Schweissausbrüche

 

Fordern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler dazu auf, auf die aufgelisteten Symptome zu achten und bei deren auftreten unbedingt eine Pause zu machen oder das Training abzubrechen. Besondere Aufmerksamkeit gilt SchülerInnen mit einer vorbestehenden Atemwegserkrankung, wie zum Beispiel Asthma.   

 

Bitte beachten Sie, dass wir die hier publizierten Informationen nach besten Wissen und Gewissen zusammentragen und keine Haftung für deren Aktualität und Vollständigkeit übernehmen können. Bei Unsicherheit wenden Sie sich bitte direkt an den für Sie zuständigen Kantonsärztlichen Dienst

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